{"id":10094,"date":"2020-02-25T03:16:52","date_gmt":"2020-02-25T02:16:52","guid":{"rendered":"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/carmen-hernandez\/"},"modified":"2021-08-10T10:56:21","modified_gmt":"2021-08-10T09:56:21","slug":"carmen-hernandez","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/de\/geschichte\/carmen-hernandez\/","title":{"rendered":"Carmen Hern\u00e1ndez"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\"><strong>Carmen Hern\u00e1ndez<\/strong><\/h1>\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"alignleft size-medium\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"245\" height=\"300\" src=\"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Camino_Neocatecumenal_Carmen_Hernandez_psg-245x300.jpg\" alt=\"Carmen Hern&#xE1;ndez\" class=\"wp-image-225\" srcset=\"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Camino_Neocatecumenal_Carmen_Hernandez_psg-245x300.jpg 245w, https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Camino_Neocatecumenal_Carmen_Hernandez_psg.jpg 327w\" sizes=\"auto, (max-width: 245px) 100vw, 245px\" \/><\/figure><\/div>\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">24. November 1930, \u2020 Madrid, 19. Juli 2016<\/h4>\n\n<p>Carmen war gemeinsam mit Kiko die Initiatorin des Weges. Sie wurde am 24. November 1930 in \u00d3lvega (Soria, Spanien) als f\u00fcnftes von neun Geschwistern geboren \u2013 vier Jungen und f\u00fcnf M\u00e4dchen \u2013 und verbrachte ihre Kindheit in Tudela (Navarra, Spanien).<\/p>\n\n<p>In Tudela besuchte sie die Schule \u201eCompa\u00f1\u00eda de Mar\u00eda\u201c und hatte erste Kontakte zur Gesellschaft Jesu, den Jesuiten. Beeinflusst vom missionarischen Geist des Heiligen Franz Xaver versp\u00fcrte sie schon in jungen Jahren die Berufung, als Missionarin nach Indien zu gehen. Dem Wunsch ihres Vaters entsprechend begann sie 1948 in Madrid mit dem Studium der Chemie und schloss es 1954 mit Auszeichnung ab.<\/p>\n\n<p>Eine Zeitlang arbeitete sie mit ihrem Vater in der Lebensmittelfabrik, die ihre Familie in And\u00fajar (Ja\u00e9n) besa\u00df. Aber sie beschloss, in die Kleinstadt Javier zu ziehen, wo sie in ein neues Missionsinstitut eintrat und sich den Missionarinnen Jesu Christi anschloss. Nach dem Noviziat studierte sie Theologie im Institut f\u00fcr theologische Ausbildung der Ordensleute von Valencia. Im Jahr 1960 wurde sie f\u00fcr die Mission in Indien bestimmt. Auf diese Mission sollte sie sich in London vorbereiten (damals geh\u00f6rte Indien noch zum britischen Commonwealth), wo sie ein Jahr blieb. Zu dieser Zeit kam es aber zu einem Richtungswechsel bei den Missionarinnen Jesu Christi, der ihren Wunsch, als Missionarin t\u00e4tig zu sein, beeintr\u00e4chtigte, so dass Carmen von London nach Barcelona zur\u00fcckkehren musste. Dort lernte sie Pater Pedro Farn\u00e9s Scherer kennen, der Professor am Liturgischen Institut in Paris war und der liturgischen Bewegung angeh\u00f6rte, die die Erneuerung des Zweiten Vatikanischen Konzils vorbereitete.<\/p>\n\n<p>In seinen Vorlesungen sprach P. Farn\u00e9s \u00fcber die Wurzeln der Eucharistiefeier im Ostergeheimnis. Er vertrat au\u00dferdem die Idee einer neuen Ekklesiologie, die die Kirche als Licht f\u00fcr die V\u00f6lker begreift. Carmens enger Kontakt mit den theoretischen Wegbereitern der konziliaren Erneuerung sollte sp\u00e4ter gro\u00dfen Einfluss auf die Katechese des Neokatechumenalen Weges haben.<\/p>\n\n<p>Zwischen 1963 und 1964 besuchte Carmen mit ihrer Bibel das Heilige Land, um die Heiligen Orte kennenzulernen. Nach ihrer R\u00fcckkehr nach Madrid begann sie, in den Barackenvierteln am Stadtrand zu arbeiten. Ihr Plan war es, eine Gruppe von z\u00f6libat\u00e4r lebenden Laien f\u00fcr ein missionarisches Projekt in Bolivien zu gr\u00fcnden. Aber als sie dort Kiko Arg\u00fcello kennenlernte, der in einer Baracke in Palomeras Altas lebte, beschloss sie, ebenfalls dort zu bleiben. Inmitten der Armen entdeckten beide die Kraft des Ostergeheimnisses und der Verk\u00fcndigung des Kerygmas (die Gute Nachricht vom toten und auferstandenen Christus) und erlebten die Entstehung der ersten Gemeinschaft. Der damalige Erzbischof von Madrid, Msgr. Casimiro Morcillo, best\u00e4tigte diese neue Realit\u00e4t, und so konnten Carmen und Kiko gemeinsam dieses Werk der Erneuerung der Kirche in die Pfarreien bringen \u2013 zuerst nach Madrid, dann nach Rom und von da an in andere St\u00e4dte und L\u00e4nder.<\/p>\n\n<p>Carmen Hern\u00e1ndez starb am 19. Juli 2016 in Madrid. Tausende Menschen nahmen an ihrer Beerdigung teil, der der Kardinalerzbischof von Madrid Carlos Osoro Sierra vorstand. In seiner Ansprache betonte P. Mario Pezzi, dass es sich mit dem Weg \u201ezum ersten Mal in der Geschichte der Kirche [ereignet hat], dass ein Mann und eine Frau gemeinsam eine kirchliche Realit\u00e4t begr\u00fcndet und zusammen \u00fcber f\u00fcnfzig Jahren best\u00e4ndig daran gearbeitet haben\u201c. Der Papst schickte eine Botschaft, in der er mitteilte, die Nachricht von Carmens Tod habe ihn mit \u201eBetroffenheit\u201c erf\u00fcllt. Er brachte seine Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr Carmen zum Ausdruck, deren \u201elange Lebenserfahrung von ihrer Liebe zu Jesus und von gro\u00dfer missionarischer Begeisterung gepr\u00e4gt war\u201c. \u201eIch danke dem Herrn f\u00fcr das Zeugnis dieser Frau, die durch eine aufrichtige Liebe zur Kirche angetrieben wurde und die ihr Leben der Verk\u00fcndigung der Guten Nachricht widmete, auch an den abgelegensten Orten, ohne die Menschen zu vergessen, die am st\u00e4rksten ausgegrenzt sind\u201c, schrieb Papst Franziskus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Carmen Hern\u00e1ndez 24. November 1930, \u2020 Madrid, 19. Juli 2016 Carmen war gemeinsam mit Kiko die Initiatorin des Weges. Sie wurde am 24. November 1930 in \u00d3lvega (Soria, Spanien) als f\u00fcnftes von neun Geschwistern geboren \u2013 vier Jungen und f\u00fcnf M\u00e4dchen \u2013 und verbrachte ihre Kindheit in Tudela (Navarra, Spanien). 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