{"id":12700,"date":"2020-05-29T14:45:08","date_gmt":"2020-05-29T13:45:08","guid":{"rendered":"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/worte-der-paepste\/benedikt-xvi\/begegnung-mit-den-priestern-der-dioezese-rom-am-22-02-2007\/"},"modified":"2020-06-16T19:24:59","modified_gmt":"2020-06-16T18:24:59","slug":"begegnung-mit-den-priestern-der-dioezese-rom-am-22-02-2007","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/de\/worte-der-paepste\/benedikt-xvi\/begegnung-mit-den-priestern-der-dioezese-rom-am-22-02-2007\/","title":{"rendered":"BEGEGNUNG MIT DEN PRIESTERN DER DI\u00d6ZESE ROM AM  22.02.2007"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">BEGEGNUNG MIT DEN PRIESTERN DER DI\u00d6ZESE ROM AM  22.02.2007<\/h1>\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n<h4 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">Benedikt XVI.<\/h4>\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n<p><strong>Vatikan &#8211; Segenshalle, 22. Februar 2007 *<\/strong><\/p>\n\n<p><em>Bei der j\u00e4hrlichen Begegnung des Heiligen Vaters mit den Priestern der Di\u00f6zese Rom in der Fastenzeit, haben einige Pfarrern die M\u00f6glichkeit Fragen zu stellen und vom Papst eine Antwort zu bekommen. Auf die Frage eines Pfarrers, wie er sich f\u00fcr ein Ministerium der Einheit der universellen Kirche einsetzen soll, beantwortete der Heilige Vater indem er auch \u00fcber den Neokatechumenalen Weg sprach, \u00fcber seine pers\u00f6nliche Kenntnis des Weges und \u00fcber die Statuten. D<\/em><em>as Thema \u00bbKirchliche Bewegungen und Neue Gemeinschaften als Geschenk der Vorsehung f\u00fcr unsere Zeit\u00ab wurde von Pater\u00a0Gerardo Raul Carcar\u00a0vorgeschlagen. Er selbst geh\u00f6rt der Gemeinschaft der Sch\u00f6nstatt-Patres an, ist vor sechs Monaten aus Argentinien nach Rom gekommen und arbeitet jetzt als Hilfsvikar in der Pfarrei \u00bbSan Girolamo a Corviale\u00ab. Es handelt sich um Realit\u00e4ten, die einen kreativen Eifer haben, den Glauben leben und nach neuen Lebensformen suchen, um eine richtige missionarische Aufgabe in der Kirche zu finden.\u00a0<\/em><em>Der Ordensmann hat den Papst um Rat gebeten, wie man sich einf\u00fcgen soll, um tats\u00e4chlich einen Dienst an der Einheit in der Universalkirche zu entfalten.<\/em><\/p>\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"270\" src=\"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Camino_Neocatecumenal_Benedicto_XVI_Encuentro_parrocos_Roma_2007.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8564\" srcset=\"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Camino_Neocatecumenal_Benedicto_XVI_Encuentro_parrocos_Roma_2007.jpg 400w, https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Camino_Neocatecumenal_Benedicto_XVI_Encuentro_parrocos_Roma_2007-300x203.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/figure><\/div>\n\n<p><em>Antwort des Papstes:<\/em><br\/><br\/>&#13;\nNun, ich sehe, ich muss k\u00fcrzer sein. Danke f\u00fcr diese Frage. Es scheint mir, dass Sie die wesentlichen Quellen dessen zitiert haben, was ich \u00fcber die Bewegungen sagen kann. In diesem Sinne ist Ihre Frage auch eine Antwort.&#13;\nIch m\u00f6chte sofort darauf hinweisen, dass ich in diesen Monaten die italienischen Bisch\u00f6fe zu einem \u201ead limina\u201c -Besuch empfange, damit ich etwas besser \u00fcber die Geographie des Glaubens in Italien lernen kann. Ich sehe so viele sch\u00f6ne Dinge zusammen mit den Problemen, die wir alle kennen. Vor allem sehe ich, wie tief der Glaube im italienischen Herzen verwurzelt ist, obwohl er unter den gegenw\u00e4rtigen Umst\u00e4nden zweifellos in vielerlei Hinsicht bedroht ist. Die Bewegungen akzeptieren auch meine v\u00e4terliche Rolle als Pastor. Andere sind kritischer und sagen, dass die Bewegungen nicht eingef\u00fcgt werden. Ich denke, dass die Situationen sehr unterschiedlich sind, alles h\u00e4ngt von den betreffenden Personen ab.<\/p>\n\n<p>Mir scheint, wir haben zwei Grundregeln, von denen Sie ja gesprochen haben. Die erste Regel hat uns der hl. Paulus im Ersten Brief an die Thessalonicher gegeben: Wir sollen die Charismen nicht ausl\u00f6schen. Wenn uns der Herr neue Gaben schenkt, sollen wir dankbar sein, auch wenn sie manchmal unbequem sind. Es ist sch\u00f6n, dass \u2013 ohne Initiative der Hierarchie \u2013 durch eine sogenannte Initiative von unten, aber tats\u00e4chlich auch durch eine Initiative von oben, das hei\u00dft als Gabe des Heiligen Geistes, in der Kirche neue Formen des Lebens entstehen, wie sie im \u00dcbrigen zu allen Zeiten entstanden sind.<\/p>\n\n<p>Anfangs waren sie immer unbequem: Auch der hl. Franziskus war sehr unbequem, und es war f\u00fcr den Papst sehr schwierig, einer Wirklichkeit, die viel gr\u00f6\u00dfer war als die rechtlichen Vorschriften, schlie\u00dflich eine kanonische Form zu geben. F\u00fcr den hl. Franziskus war es ein sehr gro\u00dfes Opfer, sich in dieses rechtliche Ger\u00fcst einzw\u00e4ngen zu lassen, aber am Ende ist auf diese Weise eine Wirklichkeit entstanden, die noch heute lebt und die auch in Zukunft leben wird: Sie schenkt dem Leben der Kirche Kraft und neue Elemente.&#13;\n&#13;\nIch m\u00f6chte damit nur sagen: In allen Jahrhunderten sind Bewegungen entstanden. Auch der hl. Benedikt war anfangs eine Bewegung. Sie f\u00fcgen sich nicht ohne Leiden, nicht ohne Schwierigkeiten in das Leben der Kirche ein. Selbst der hl. Benedikt musste die anf\u00e4ngliche Richtung des M\u00f6nchtums korrigieren. Und so hat uns auch in unserem Jahrhundert der Herr, der Heilige Geist neue Initiativen mit neuen Aspekten des christlichen Lebens geschenkt: Da sie von Menschen mit ihren Grenzen gelebt werden, rufen sie auch Schwierigkeiten hervor.<\/p>\n\n<p>Die erste Regel lautet also: Die Charismen nicht ausl\u00f6schen, dankbar daf\u00fcr sein, auch wenn sie unbequem sind. Die zweite Regel lautet: Die Kirche ist \u00bbeine\u00ab; wenn die Bewegungen wirklich Gaben des Heiligen Geistes sind, f\u00fcgen sie sich ein und dienen der Kirche, und im geduldigen Dialog zwischen Bisch\u00f6fen und Bewegungen entsteht eine neue fruchtbare Form, wo diese Elemente zu aufbauenden Elementen f\u00fcr die Kirche von heute und von morgen werden.&#13;\nDieser Dialog findet auf allen Ebenen statt. Ausgehend vom Pfarrer, vom Bischof und vom Nachfolger Petri ist die Suche nach den angemessenen Strukturen im Gange: In vielen F\u00e4llen hat die Suche bereits ihre Ergebnisse gebracht. In anderen F\u00e4llen ist man noch am Sondieren. Zum Beispiel fragt man sich, ob nach f\u00fcnf Versuchsjahren die Statuten f\u00fcr den Neokatechumenalen Weg endg\u00fcltig best\u00e4tigt werden sollen oder ob es noch eine gewisse Zeit des Versuchs braucht oder ob vielleicht einige Elemente dieser Struktur noch etwas \u00fcberarbeitet werden m\u00fcssen.&#13;\nJedenfalls kenne ich die Neokatechumenalen von Anfang an. Es ist ein langer Weg gewesen, mit vielen Komplikationen, die es auch heute noch gibt, aber wir haben eine kirchliche Form gefunden, die das Verh\u00e4ltnis zwischen dem Hirten und dem Neokatechumenalen Weg schon sehr verbessert hat. Und so gehen wir voran! Dasselbe gilt f\u00fcr die anderen Bewegungen.<\/p>\n\n<p>Als Synthese der beiden Grundregeln w\u00fcrde ich jetzt sagen: Verlangt sind Dankbarkeit, Geduld und Annahme auch der Leiden, die unvermeidlich sind. Auch in einer Ehe gibt es immer Leiden und Spannungen. Und trotzdem gehen die Partner weiter voran, und so reift die wahre Liebe. Dasselbe geschieht in der Gemeinschaft der Kirche: Haben wir Geduld miteinander! Auch die verschiedenen Ebenen der Hierarchie \u2013 vom Pfarrer bis zum Bischof und zum Papst \u2013 m\u00fcssen einen st\u00e4ndigen Gedankenaustausch pflegen, m\u00fcssen das Gespr\u00e4ch f\u00f6rdern, um gemeinsam den besten Weg zu finden. Die Erfahrungen der Pfarrer sind grundlegend, aber dann auch die Erfahrungen des Bischofs und, so sagen wir, die universale Sicht des Papstes haben ihren theologischen und pastoralen Platz in der Kirche.<\/p>\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"270\" src=\"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Camino_Neocatecumenal_Benedicto_XVI_Encuentro_parrocos_Roma_20072.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8569\" srcset=\"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Camino_Neocatecumenal_Benedicto_XVI_Encuentro_parrocos_Roma_20072.jpg 400w, https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Camino_Neocatecumenal_Benedicto_XVI_Encuentro_parrocos_Roma_20072-300x203.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/figure><\/div>\n\n<p>Also einerseits dieses Miteinander der verschiedenen Ebenen der Hierarchie; andererseits erzeugt das Miteinander, das in den Pfarreien geduldig und aufgeschlossen im Gehorsam gegen\u00fcber dem Herrn gelebt wird, wirklich die neue Vitalit\u00e4t der Kirche.<\/p>\n\n<p>Seien wir dem Heiligen Geist dankbar f\u00fcr die Gaben, die er uns geschenkt hat. Gehorchen wir der Stimme des Geistes, aber seien wir auch klar bei der Integration dieser Elemente in das Leben: Dieses Kriterium dient am Ende der konkreten Kirche, und mit Geduld, Mut und Hochherzigkeit wird uns so der Herr gewiss leiten und uns helfen.<\/p>\n\n<p><em>Quelle: vatican.va<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BEGEGNUNG MIT DEN PRIESTERN DER DI\u00d6ZESE ROM AM 22.02.2007 Benedikt XVI. Vatikan &#8211; Segenshalle, 22. Februar 2007 * Bei der j\u00e4hrlichen Begegnung des Heiligen Vaters mit den Priestern der Di\u00f6zese Rom in der Fastenzeit, haben einige Pfarrern die M\u00f6glichkeit Fragen zu stellen und vom Papst eine Antwort zu bekommen. 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