{"id":12778,"date":"2020-02-28T16:03:19","date_gmt":"2020-02-28T15:03:19","guid":{"rendered":"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/worte-der-paepste\/hl-paul-vi\/generalaudienz-am-12-01-1977\/"},"modified":"2021-08-10T10:59:02","modified_gmt":"2021-08-10T09:59:02","slug":"generalaudienz-am-12-01-1977","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/de\/worte-der-paepste\/hl-paul-vi\/generalaudienz-am-12-01-1977\/","title":{"rendered":"Generalaudienz am 12.01.1977"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">Generalaudienz am 12.01.1977<\/h1>\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n<h4 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">Hl. Paul VI.<\/h4>\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n<p><em>W\u00e4hrend der Generalaudienz vom Mittwoch, dem 12. Januar, hat der Heilige Vater Paul VI. folgende Ansprache gehalten: (*)<\/em><\/p>\n\n<p>Seid alle \u201cim Namen des Herrn\u201d gegr\u00fc\u00dft.<\/p>\n\n<p>Trotz der Tatsache, dass die Jahreszeit (Wir befinden uns mitten im Winter) f\u00fcr Pilgerfahrten, Ausfl\u00fcgen, Besuche und Treffen nicht f\u00f6rderlich ist, freuen Wir Uns sehr, noch einmal Unseren Saal zu gr\u00fc\u00dfen, der die Ehre hat, so zahlreiche Besucher aufzunehmen, deren Namen Wir gleich nennen m\u00f6chten.<\/p>\n\n<p>Ihr sollt wissen, dass Wir euch alle wirklich mit dem Bewusstsein gr\u00fc\u00dfen, Vermittler zu sein, \u00dcberbringer eines Segens, der Uns \u00fcbersteigt, d.h., Wir sind Stellvertreter, Diener einer Gnade des Herrn, die Wir allen mitteilen m\u00f6chten. Wir m\u00f6chten Unsere Gr\u00fc\u00dfe gerade im Bewusstsein jener Vereinigung entbieten, jener Liebe, jener \u00dcbereinstimmung im Geiste, jener Einheit, die Uns vom Glauben her auszeichnet und von dem Gl\u00fcck her, das wir alle haben, da wir dem mystischen Leib Christi angeh\u00f6ren.<\/p>\n\n<p>Allen gilt Unser Segensgru\u00df. Wir werden diesen Augenblick, in dem ihr Uns durch euren Besuch das wahre Gl\u00fcck des Zusammen- und Mit-Christus-Seins schenkt, in Unsere Gebete und Unser geistliches Gedenken mit hineinnehmen.<\/p>\n\n<p>Die Gr\u00fc\u00dfe, also: Wir sind erfreut und bewegt \u00fcber die Anwesenheit einer Gruppe besonderer Bisch\u00f6fe, die Wir, um diesen Vorspann zu Unserer Audienz nicht zu sehr auszudehnen, dann eigens im Saal nebenan gr\u00fc\u00dfen werden (\u2026) &#13;\nDamit ihr wenigstens die Herkunft dieser Bisch\u00f6fe und die Bedeutung dieser Gruppe Mitbr\u00fcder im Bischofsamt, deren Anwesenheit Uns heute ehrt, erfahrt, werden Wir ihre Herkunft, wie man sie Uns aufgeschrieben hat, vorlesen:<\/p>\n\n<p>Es sind zwei Bisch\u00f6fe aus Mexiko, jeweils ein Bischof aus El Salvador, Guatemala, Honduras und der Dominikanischen Republik; dann jeweils zwei Bisch\u00f6fe aus Brasilien, Ecuador, Peru, Uruguay und von den Philippinen; ein Bischof aus England, einer aus Spanien und ein Bischof aus Portugal; einige weitere aus Italien, so der Erzbischof von Rossano, dann die Bisch\u00f6fe von Sarzana und Brugnato, Macerata und Tolentino, von Fabriano, Rieti, Teramo, Crotone und schlie\u00dflich von Piazza Armerina.<\/p>\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"318\" src=\"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Camino_Neocatecumenal_S_Pablo_VI_Audiencia-general-12-1-1977.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9528\" srcset=\"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Camino_Neocatecumenal_S_Pablo_VI_Audiencia-general-12-1-1977.jpg 400w, https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Camino_Neocatecumenal_S_Pablo_VI_Audiencia-general-12-1-1977-300x239.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/figure><\/div>\n\n<p>Diese Audienz tr\u00e4gt wirklich katholischen Charakter, um nicht zu sagen, \u00f6kumenischen, aber \u201ckatholisch\u201d besagt mehr, weil es eine bereits vollst\u00e4ndige und vollendete Perfektion ist. Wir gr\u00fc\u00dfen also alle diese Mitbr\u00fcder, versuchen aus ihren Herzen den Grund ihres Kommens zu deuten, sowie auch diese so bedeutsame Handlung ihres Dienstes mit all Unserem Mitgef\u00fchl, mit Unserem Zuspruch, zu entsprechen.<\/p>\n\n<p>Sie begleiten die gro\u00dfe Gruppe, die Wir jetzt sofort nennen werden, und f\u00fcr die, wie gew\u00f6hnlich bei den Generalaudienzen, Wir eine kleine Ansprache vorbereitet haben. Ich wiederhole es: Alle diese Bisch\u00f6fe seien von Uns gegr\u00fc\u00dft, ja ich w\u00fcrde sagen, seien sie umarmt. Wir sind umso mehr vereint, da sie durch ihre Anwesenheit Unsere Heilige Kirche huldigen, Jesus Christus verehren, den apostolischen Drang danach versp\u00fcren, die Seelen derer zu erreichen, die heute in der Welt leben; sie bekunden ihre gemeinsame Hoffnung, die die Zeit \u00fcberdauert und transzendiert, bis zur endg\u00fcltigen Eschatologie der sichtbaren und vollen Begegnung mit Unserem Herrn Jesus Christus.<\/p>\n\n<p>Ihnen gilt f\u00fcr ihre Teilnahme an dieser Audienz Unser ehrerbietiger Dank, Unsere Hilfe und Unser Segen, der, geliebte Mitbr\u00fcder im Episkopat, bis in eure jeweilige Di\u00f6zese reichen soll \u2013 und ihr wisst wahrhaftig, dass das Gebet, die Segensw\u00fcnsche und die gemeinsame Hoffnung in Christus diese Unsere Worte begleiten.<\/p>\n\n<p>Nun begr\u00fc\u00dfen Wir vor allem die gro\u00dfe Gruppe, die bei dieser Audienz die Hauptrolle spielt \u2013 Wir werden sp\u00e4ter etwas dazu sagen \u2013: es sind Pfarrer und Laienmissionare der Neokatechumenalen Gemeinschaft. Sie kommen aus verschiedenen L\u00e4ndern und sind \u2013 wie ihr seht \u2013 eine sehr vielf\u00e4ltige Gemeinschaft aus Priestern, Ordensleuten, Laien usw.; sie alle hei\u00dfen Wir herzlich willkommen. Wir werden dann einige Worte bei dieser Gelegenheit sagen und zum Zweck, der sie zusammenf\u00fchrt und sie zu Bekennern ihres Glaubens in der Kirche macht, und schlie\u00dflich werden Wir ihnen Unseren besonderen Segen erteilen. Wir wiederholen, Neokatechumenale Gemeinschaften aus verschiedenen L\u00e4ndern und Kontinenten.<\/p>\n\n<p>(\u2026) Nun begr\u00fc\u00dfen Wir die Hauptgruppe, indem Wir ihnen sozusagen dieses kleine Geschenk machen, das Wir gew\u00f6hnlich in Unserer Generalaudienz geben, das hei\u00dft ein Wort, ein Wort, das dann Gegenstand der Meditation und der Reflexion sein will und nicht zuletzt Beweis Unserer Sympathie f\u00fcr die, die es h\u00f6ren.<\/p>\n\n<p>Die Anwesenheit einer Gruppe von Anh\u00e4nger der neokatechumenalen Gemeinschaften in der heutigen Audienz ist wegen ihrer Zahl beachtlich (fast alle Audienzteilnehmer geh\u00f6ren zu euch) und ebenso beachtlich wegen der W\u00fcrde der Teilnehmer \u2013 wegen eurer Leiter, und vor allem der Gruppe der Bisch\u00f6fe, die ihr mitgebracht habt. Das bietet Uns die Gelegenheit, die Aufmerksamkeit Unserer Besucher sowie all derer, die sich zum H\u00f6ren Unserer vertrauten Worte versammelt haben, auf zwei Ereignisse in der katholischen Kirche zu lenken. <\/p>\n\n<p>Da ist einmal die Bischofssynode des Jahres 1974, also vor drei Jahren, deren Thema \u201cDie Evangelisierung in unserer Zeit\u201d war, d.h. wie heute das Evangelium zu verbreiten ist. Dieses Thema der Synode 1974 hat Uns den Stoff f\u00fcr Unser sp\u00e4teres apostolisches Schreiben \u201cEvangelii Nuntiandi\u201d geboten, das am 8. Dezember 1975 ver\u00f6ffentlicht wurde. Wenn Wir bestrebt w\u00e4ren, f\u00fcr Unsere Dokumente Reklame zu machen, w\u00fcrden Wir euch dieses Dokument sehr empfehlen, weil es so dicht ist, sich so sehr verpflichtet wei\u00df all dem, was die Bisch\u00f6fe auf der Synode gesagt haben. Ich habe versucht zu erl\u00e4utern, ihre Ideen zu sammeln, sie zu ordnen und in einer m\u00f6glichst leicht verst\u00e4ndlichen Sprache zug\u00e4nglich zu machen, aber auch so klar, wie m\u00f6glich, dass Wir es wagen d\u00fcrfen, so wiederhole ich, sie vor allem euch, die ihr die Neokatechumenen sein wollt, zu empfehlen, da ihr ja jene gro\u00dfen Gruppen von Menschen, die ihr zu erreichen verm\u00f6gt, im Glauben unterrichten und evangelisieren m\u00f6chtet. Ich glaube, dass es gut f\u00fcr euch und gut f\u00fcr eure Sch\u00fcler und J\u00fcnger sein wird.<\/p>\n\n<p>Das zweite Ereignis hingegen liegt noch in der Zukunft; es wird in diesem Jahr stattfinden und mit dem 30. September beginnen: die n\u00e4chste Bischofssynode. Es werden ungef\u00e4hr 200 Bisch\u00f6fe aus aller Welt, von den jeweiligen Bischofskonferenzen ernannt, daran teilnehmen. Was wird das Thema sein? Es wird wiederum das Thema der Evangelisierung aufgenommen, unter einem anderen Blickwinkel, dem des \u201cKatechismus\u201d: Wie in der heutigen Zeit gerade die Kleinkinder, Kinder und Jugendlichen, aber auch die Erwachsenen unserer Zivilisation unterrichtet werden k\u00f6nnen, und wie man Katechismuslehrer werden kann. Die Bisch\u00f6fe sind es, die dieses Thema wollten; Wir werden es erneut aufgreifen und entwickeln; das, um zu sagen, wie aktuell ihr Neokatechumenen seid.<\/p>\n\n<p>Dadurch zeigt sich das Bewusstsein um die grundlegende Mission der Kirche: die Verbreitung der Botschaft des Evangeliums gem\u00e4\u00df dem letzten Auftrag Jesu am Ende seiner sichtbaren Anwesenheit auf dieser Erde \u2013 wie waren seine Worte? Geht und verk\u00fcndet!\u00a0 \u201c<em>Geht und lehrt alle V\u00f6lker<\/em>\u201d \u2013 ich wiederhole, dieses Bewusstsein ist in unserer heutigen Kirche wachsam und aktiv. Wie oft wird man bei \u00dcberpr\u00fcfung der vergangenen Geschichte und dem, was die Epochen der Kirchengeschichte ausmacht, sich fragen:\u00a0 \u201cWomit haben sie sich besch\u00e4ftigt?\u201d<\/p>\n\n<p>Entweder war es der Krieg zwischen diesen und jenen Staaten, oder es waren wirklich gewisse dogmatischen Fragen usw., die die \u00f6ffentliche Meinung und die apostolische Seelsorge nur teilweise interessierten. Die Kirche ist zu ihren Aufgaben und ihren pastoralen Pflichten zur\u00fcckgekehrt, und die erste Seelsorgepflicht ist es, das Evangelium zu verk\u00fcnden und der Welt entgegenzugehen und zu sagen:\u00a0 \u201cSchau, ich bringe dir die Botschaft, die Botschaft, die die Engel auf die Erde gebracht haben: \u201aEhre sei Gott und Friede auf Erde\u2018\u201c, und dann die Botschaft Christi, das Evangelium zu verk\u00fcndigen, das hei\u00dft das gute Wort, das uns Jesus Christus gelehrt hat.<\/p>\n\n<p>Dieses Bewusstsein ist, wie ich bereits sagte, wach und wirksam in der heutigen Kirche, es engagiert alle \u2013 und das ist wunderbar \u2013, n\u00e4mlich jene, die einen Dienst tun, die Bisch\u00f6fe, Priester, Ordensleute usw., und die Gl\u00e4ubigen! Die Gl\u00e4ubigen selbst werden zur Stimme, die diese Botschaft verbreiten muss, die Botschaft der Verk\u00fcndigung des Evangeliums, das heute mehr denn je wert ist, verk\u00fcndet zu werden, und zwar aus zwei Gr\u00fcnden, die sich anscheinend widersprechen. Zum einen m\u00fcssen wir verk\u00fcndigen, weil die Welt taub ist. Deshalb ist es n\u00f6tig, die Stimme zu erheben, und es muss auch ein Weg gefunden werden, die Botschaft verst\u00e4ndlich zu machen, es ist n\u00f6tig zu beharren, man muss alle zu einer neuen \u201cSchule\u201d zusammenrufen. Die Schwierigkeit wird zu einer Herausforderung, zu einem Ansto\u00df, Lehrer unseres Katechismus, d.h. der Wahrheit des zu verk\u00fcndenden Evangeliums zu werden.<\/p>\n\n<p>Der zweite Grund, der im Gegensatz zum Ersten steht, ist: Wer im Herzen der Massen und im Herzen der Welt zu lesen wei\u00df, sieht, dass es im Grunde eine Unzufriedenheit, eine Unruhe, ein Bed\u00fcrfnis nach einem wahren Wort gibt, einem guten Wort, einem Wort, das den Sinn des Lebens ausspricht, den die Welt nicht mehr kennt und den zu definieren sie nicht mehr die Kraft hat; sie lebt gleichsam kurzsichtig oder blind mitten in der Finsternis. Wir haben die Laterne, wir haben die Lampe, wir haben das Wort des Evangeliums, das zum Licht der Welt wird.<\/p>\n\n<p>Der Herr hat zu seinen Aposteln gesagt:\u00a0 \u201cIhr seid das Licht der Welt\u201d. Wenn also Wir das Licht der Welt sind, m\u00fcssen Wir diesen verlorenen Menschen entgegengehen, die so w\u00fctend, so grausam, ja so verwirrt sind, ohne Prinzipien und ohne Richtlinien f\u00fcr ein gutes und menschliches Verhalten. Wir m\u00fcssen ihnen entgegengehen und sagen: siehe, das ist der Pfad, das ist der Weg. Ich wiederhole, also: Aus diesen beiden Gr\u00fcnden \u2013 zum einen wegen der Schwierigkeit, zum anderen aber wegen der Chance, das Evangelium zu verk\u00fcndigen \u2013 ergreift die Kirche das Wort.<\/p>\n\n<p>Wir befinden uns daher in einer apostolischen, missionarischen, didaktischen Phase, die im Leben der Kirche immer st\u00e4rker betont wird; dazu m\u00fcssen wir uns alle verpflichten.&#13;\n&#13;\nDer Aufbau des mystischen Leibes Christi auf Erden, welcher unsere gegenw\u00e4rtige Kirche ist, ist, wie das Konzil sagt, nicht nur Verpflichtung f\u00fcr Priester, Bisch\u00f6fe usw., sondern Verpflichtung eines jeden Gl\u00e4ubigen. Jeder muss Zeuge sein, muss in der Lage sein, die Botschaft, deren Verwalter er ist, wenn auch nur mit dem Beispiel und seiner Bef\u00fcrwortung zu verwirklichen. Ein stummer Christ existiert nicht. Ein unfruchtbarer Christ existiert nicht. Ein Christ, der f\u00fcr sich lebt, existiert nicht. Er muss f\u00fcr die Gemeinschaft leben, f\u00fcr den mystischen Leib, der Kirche hei\u00dft.<\/p>\n\n<p>So gesehen ist es klar und w\u00fcnschenswert, dass die Anstrengungen, dieses gewaltige und dringende Programm zu verwirklichen, vervielfacht werden m\u00fcssen: Evangelisieren und Katechisieren. Es gibt viele Initiativen, die parallel und ein bisschen \u00e4hnlich zu eurer, die mir heute zuh\u00f6rt, verlaufen, und so tr\u00e4gt man zu einer Bl\u00fcte von Werken und Mitteln um der Verk\u00fcndigung der Botschaft des Evangeliums ihre beste Verbreitung und Interpretation zu geben, k\u00f6nnten wir sagen.<\/p>\n\n<p>Wir werden merken, wie dieses vielf\u00e4ltige Ph\u00e4nomen der Heiligen Kirche nicht nur einen schulischen, didaktischen Aspekt ihrer Aktivit\u00e4ten betrifft. Es geht nicht nur um eine Unterweisung vom Lehrer zum Sch\u00fcler, sondern vielmehr um etwas umfangreicheres, p\u00e4dagogischeres und wichtigeres, weil es auch den Lebensstil betrifft, in dem die Lehre der religi\u00f6sen Wahrheit parallel zur schulischen Lehre verl\u00e4uft, ist ihr ja sogar dem Zeugnis des Lebens vereint, aus dem die Lehre Ursprung und Norm bezieht.<\/p>\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"309\" height=\"400\" src=\"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Camino_Neocatecumenal_S_Pablo_VI_Audiencia-general-12-1-19772.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9533\" srcset=\"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Camino_Neocatecumenal_S_Pablo_VI_Audiencia-general-12-1-19772.jpg 309w, https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Camino_Neocatecumenal_S_Pablo_VI_Audiencia-general-12-1-19772-232x300.jpg 232w\" sizes=\"auto, (max-width: 309px) 100vw, 309px\" \/><\/figure><\/div>\n\n<p>Zweitens stellen Wir fest, dass diese Pflicht dem, der ihr nachkommt, und auch jenem, dem sie sich zuwendet, nicht zu einer schweren und schwierigen B\u00fcrde wird, obwohl sie in Wirklichkeit eine ist. Was ist eine der gro\u00dfen Schwierigkeiten, mit denen Priester konfrontiert sind? Die Leute kommen nicht! \u201cEs ist so langweilig, Predigten und Lesungen zu h\u00f6ren, den Katechismus zu lernen. Es ist mir l\u00e4stig. Ich m\u00f6chte an der frischen Luft herumlaufen, ins Kino gehen, spielen usw.\u201d Ist schlie\u00dflich alles, was die Kirche lehrt, so langweilig? Doch, keineswegs!<\/p>\n\n<p>Sagen wir es uns selbst und sagen wir es auch unserem Volk. Wer das Geheimnis der Wahrheit, das unser Wort enth\u00e4lt, erfasst hat, wird wie durch einen Blitz von diesem Licht, von dieser Wahrheit getroffen und wird zum Apostel, Priester oder Verk\u00fcnder, sowie auch zum h\u00f6renden J\u00fcnger:  \u201cNein, ich habe nicht geglaubt, dass es so sch\u00f6n sein w\u00fcrde. Es ist aber wahr, schau doch&#8230;\u201d. Es \u00f6ffnet sich, ich wiederhole, ein Horizont von Licht und Sch\u00f6nheit, der fast ungeahnt war. Die Erf\u00fcllung dieser schwierigen Pflicht wird zur Ehre, zum Gl\u00fcck, zur veredelnden und begeisternden Berufung.<\/p>\n\n<p>Ich m\u00f6chte euch fragen, falls unter euch Missionare sind: Warum seid ihr Missionare? Weil ihr doch vom Sinn des Evangeliums begeistert seid, das hei\u00dft davon, die Wahrheit zu verk\u00fcnden, das Geheimnis des Lebens, die Pl\u00e4ne Gottes, jene Hoffnungen, die nicht sterben! All das gewinnt doch eine solche Sch\u00f6nheit, dass es unm\u00f6glich wird, sich dem zu entziehen! Es wird zu einem Ruf an uns, auch Apostel und Verk\u00fcnder dieser Wahrheit zu sein.&#13;\n&#13;\nDie Erf\u00fcllung dieser Pflicht der Verk\u00fcndigung ist nicht mehr langweilig, so wie die Aufgabe des H\u00f6rens nicht mehr l\u00e4stig ist. Sie selbst wehrt die M\u00fcdigkeit ab, die sie an sich hat, und macht ihre Zeugen gl\u00fccklich, macht sie sicher, macht sie im Voraus zu Teilhabern der G\u00fcter des Reiches Gottes, das sie verk\u00fcnden.<\/p>\n\n<p>An Unserer Stelle, hier im Mittelpunkt der Weltkirche, m\u00fcssen Wir so viele Menschen, die von weither aus den Missionen kommen, empfangen. Gerade sie, die Wir mit gr\u00f6\u00dfter Freude empfangen, lassen Wir besonders zu Wort kommen, um ihr Zeugnis zu empfangen. Einige haben ungeheure Schwierigkeiten. Niemand wei\u00df, wie sie leben, wie sie Krankheiten, Feindseligkeiten, Gefahren usw. \u00fcberwinden k\u00f6nnen. Das sage ich euch, damit auch ihr euch freuen k\u00f6nnt. Wenn sie reden und \u00fcber sich selbst etwas sagen, dr\u00fccken sie eine Gl\u00fcckseligkeit aus, die nicht zu vergleichen ist mit dem Gl\u00fcck dieser Welt. Und wenn Wir zu sagen wagen:\u00a0 \u201cM\u00f6chten Sie hier bleiben oder wollen Sie zur\u00fcckkehren?\u201d, \u201cZur\u00fcckkehren, zur\u00fcckkehren!\u201d. Und sie gehen mitten in riesige Schwierigkeiten hinein, weil sie von der Freude des Evangeliums erfasst sind.<\/p>\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus m\u00f6chten Wir noch etwas sagen: jene, die sich mit einem einfachen und gro\u00dfz\u00fcgigen Herzen in den Dienst der Evangelisation stellen, erleben durch ein geheimnisvolles, aber unfehlbares Charisma des Heiligen Geistes eine psychologische und moralische Verwandlung, die charakteristisch ist; es ist jene Verwandlung, jene \u00c4nderung, welche die Schwierigkeiten in einen Ansporn verwandelt. Ich wiederhole, was ich vorher gesagt habe: Warum kehren die Missionare zur\u00fcck? Weil so viel zu tun ist. Weil diese armen Leute zu tr\u00f6sten sind, weil es die Gefahr gibt:\u00a0 \u201cIch muss gehen, um die Auss\u00e4tzigen zu heilen. Ich muss gehen, um zu verhindern, dass diese armen Menschen von anderen sozialen Bewegungen \u00fcberw\u00e4ltigt und Sklaven unertr\u00e4glicher Situationen werden\u201d.<\/p>\n\n<p>Die Schwierigkeit, das Hindernis wird attraktiv. Was vorher Angst machte, was st\u00f6rend, l\u00e4stig war, wird so zur Kraft, die anzieht, verpflichtet, bindet und die den Apostel \u2013 sprechen Wir das gro\u00dfe Wort aber in einer allgemeinen Bedeutung aus \u2013 zum \u201cM\u00e4rtyrer\u201d, d.h. zum Zeugen macht. Und dieses Ph\u00e4nomen ist wunderbar, sodass der, der die Ph\u00e4nomene der Kirche zu sehen wei\u00df \u2013 Wir haben diese Verantwortung und dieses Gl\u00fcck \u2013 nur eines sagen kann: Ich danke dir Gott, weil du mich diesen Anblick schauen l\u00e4sst, dass gerade ich so Viele sehen darf, die vom Evangelium begeistert sind \u2013 gerade von diesem schwierigen, m\u00fchsamen Evangelium; vom Evangelium, das etwas kostet, das nichts einbringt, an dem sich alle Mentalit\u00e4ten, Laster und Hindernisse dieser Welt sto\u00dfen.<\/p>\n\n<p>Das Evangelium, ich wiederhole, macht jene, die es verk\u00fcnden, gl\u00fccklich und verwandelt die Schwierigkeiten in Ansporn, die Gefahren in Anreiz, selbst die Misserfolge \u2013 es scheint ein Paradoxon \u2013 aber selbst die Misserfolge, d.h. konkret die Erfolglosigkeit, verwandeln sich in Verdienste (doch ich habe getan, was ich konnte!) und damit auch in Frieden, der still in jene Herzen herabsteigt, die nicht einmal die Befriedigung hatten, ein Ergebnis ihrer M\u00fchen zu sehen.<\/p>\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"499\" height=\"359\" src=\"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Camino_Neocatecumenal_S_Pablo_VI_Audiencia-general-12-1-19773.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9538\" srcset=\"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Camino_Neocatecumenal_S_Pablo_VI_Audiencia-general-12-1-19773.jpg 499w, https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Camino_Neocatecumenal_S_Pablo_VI_Audiencia-general-12-1-19773-300x216.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 499px) 100vw, 499px\" \/><\/figure><\/div>\n\n<p>Jetzt k\u00f6nnen wir auch das Zeugnis verstehen, das uns unsere Besucher heute geben: Es entfaltet sich an der Grundlage christlichen Lebens, die die Taufe ist.<\/p>\n\n<p>Das Wort \u201cKatechumenat\u201d bezieht sich auf die Taufe: Katechumenat war die Zeit der Vorbereitung auf die Taufe. Heutzutage kennt die Taufe zumindest in dieser Ausf\u00fchrlichkeit und Didaktik nicht mehr diese Abfolge, und so sagen sie:  \u201cGut, wir machen es nach der Taufe\u201d. Die heiligmachende Gnade gen\u00fcgt nicht; oder besser gesagt, sie hat erst ein Feuer entz\u00fcndet, das anschlie\u00dfend ganz zum Brennen gebracht werden muss, um sich im Leben auszubreiten. Der heilige Augustinus gibt diesbez\u00fcglich einen Hinweis:  \u201cK\u00f6nnen wir es nicht vorwegnehmen, machen wir das Katechumenat nachher\u201d, d.h. die Unterweisung, Vervollst\u00e4ndigung und Erziehung, den ganzen erzieherischen Teil der Kirche nach der Taufe.<\/p>\n\n<p>Das Sakrament der christlichen Wiedergeburt soll zur\u00fcckkehren zu dem, was es im Bewusstsein und Brauch der ersten christlichen Generationen war. Durch die Praxis und die Normen der Kirche hat sich der heilige Brauch etabliert, bereits Neugeborenen die Taufe zu spenden. Welche Unterweisung haben sie? Hier braucht man den Paten, der den T\u00e4ufling vertritt und in seinem Namen spricht. Der T\u00e4ufling zieht aber keinen Vorteil aus dieser Bezeugung, die der Pate dem Priester gibt. Und so kam es dazu, dass im Taufritus die Vorbereitungszeit liturgisch zusammengefasst wurde, die in den Anfangszeiten, als die Gesellschaft noch zutiefst heidnisch war, der Taufe vorausging und Katechumenat genannt wurde. Die Kirche hat diese Vorbereitungszeit zusammengefasst: Warum? Weil alle Familien katholisch waren, weil alle gut waren, weil alle Christen waren, weil die Gesellschaft grunds\u00e4tzlich christlich orientiert war. Sie alle lernten die Bedeutung der Taufe im Laufe ihres Lebens kennen.<\/p>\n\n<p>Aber jetzt, da unsere Gesellschaft nicht mehr uniform und homogen ist, sondern voller Widerspr\u00fcche, voller Hindernisse gegen das Evangelium, muss diese Methode durch eine Unterweisung nach der Taufe, eine Initiation in den wahren christlichen Lebensstil vervollst\u00e4ndigt werden: das muss nach der Taufe geschehen.<\/p>\n\n<p>Dies ist das Geheimnis eurer Formel: es geht dabei um einen religi\u00f6sen Beistand, eine praktische Ein\u00fcbung in die christliche Treue, eine wirksame Eingliederung in die Gemeinschaft der Gl\u00e4ubigen, also die Kirche, und zwar nachdem einer zuvor schon wirklich, \u00fcbernat\u00fcrlich in die Kirche eingetreten ist &#8211; aber das war wie ein Same, der noch nicht das Gl\u00fcck hatte, sich zu entfalten.<\/p>\n\n<p>Daher also dies Wiederaufleben der Bezeichnung \u201cKatechumenat\u201d, das gewiss nicht die Bedeutung der geltenden Taufdisziplin entkr\u00e4ften oder schm\u00e4lern, sondern sie vielmehr mit Hilfe einer schrittweisen und intensiven Evangelisierung anwenden will, die an das Katechumenat fr\u00fcherer Zeiten erinnert und dieses in gewissem Sinne erneuert. Wer die Taufe empfangen hat, muss lernen, das au\u00dferordentliche Gl\u00fcck des empfangenen Sakramentes zu verstehen, zu reflektieren, zu sch\u00e4tzen und zu bejahen.<\/p>\n\n<p>Wir freuen Uns sehr zu sehen, dass dieses Bed\u00fcrfnis heute in den institutionellen kirchlichen Strukturen, den Pfarreien, besonders den Di\u00f6zesen und auch in den Ordensfamilien vorhanden ist. Von grundlegender Bedeutung sind in diesem strukturellen Bereich \u2013 wie ich bereits sagte \u2013 die Pfarreien.<\/p>\n\n<p>So stehen wir vor einer Katechese, die nachholt, was vor der Taufe selber nicht m\u00f6glich war: \u201cdie Erwachsenenseelsorge\u201d, wie man heute sagt, zeichnet sich ab \u2013 sie schafft neue Methoden, neue Programme und neue Dienste. Viele Hilfskr\u00e4fte sind n\u00f6tig: Katechisten, Schwestern, die Familien, die auch zu Lehrern in dieser Evangelisation, die der Taufe folgt, werden. Diese erg\u00e4nzenden Dienste unterst\u00fctzen dann das immer st\u00e4rker notwendige Wirken des Priesters und des Diakons bei der Unterweisung und bei der Teilnahme an der Liturgie. Neue Formen der Liebe, der Kultur und sozialer Solidarit\u00e4t lassen die Vitalit\u00e4t der christlichen Gemeinschaft wachsen, die vor der Welt Verteidigung, Lobpreis und Attraktivit\u00e4t darstellen.<\/p>\n\n<p>Viele Menschen werden von diesen \u201cNeokatechumenalen Gemeinschaften\u201d angezogen, weil sie sehen, dass es dort eine Aufrichtigkeit, eine Wahrheit, etwas Lebendiges und Authentisches gibt: Es ist Christus, der in der Welt lebt. Das m\u00f6ge geschehen mit Unserem Apostolischen Segen.<br\/><br\/><i>(*) Der Text und die Einf\u00fchrung sind der Zeitschrift \u201eNotitiae&#8220; (Offizielles Organ der Kongregation f\u00fcr den G\u00f6ttlichen Kult), Nr. 95-96, Juli-August 1974, Seite 230, entnommen, zusammen mit einigen Zuf\u00fcgungen aus der Tonbandaufzeichnung. Eigene \u00dcbersetzung aus dem Italienischen.<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Generalaudienz am 12.01.1977 Hl. Paul VI. W\u00e4hrend der Generalaudienz vom Mittwoch, dem 12. Januar, hat der Heilige Vater Paul VI. folgende Ansprache gehalten: (*) Seid alle \u201cim Namen des Herrn\u201d gegr\u00fc\u00dft. Trotz der Tatsache, dass die Jahreszeit (Wir befinden uns mitten im Winter) f\u00fcr Pilgerfahrten, Ausfl\u00fcgen, Besuche und Treffen nicht f\u00f6rderlich ist, freuen Wir Uns sehr, noch einmal Unseren Saal zu gr\u00fc\u00dfen, der die Ehre hat, so zahlreiche Besucher aufzunehmen,<\/p>\n<div class=\"read-more\"><a class=\"btn read-more-btn\" href=\"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/de\/worte-der-paepste\/hl-paul-vi\/generalaudienz-am-12-01-1977\/\">Mehr lesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":10106,"menu_order":1,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-12778","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/12778","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12778"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/12778\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23923,"href":"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/12778\/revisions\/23923"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/10106"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12778"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}