{"id":13028,"date":"2020-03-04T00:36:23","date_gmt":"2020-03-03T23:36:23","guid":{"rendered":"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/worte-der-paepste\/hl-johannes-paul-ii\/besuch-der-pfarrei-st-krispin-von-viterbo-am-28-03-1993\/"},"modified":"2021-08-10T11:02:55","modified_gmt":"2021-08-10T10:02:55","slug":"besuch-der-pfarrei-st-krispin-von-viterbo-am-28-03-1993","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/de\/worte-der-paepste\/hl-johannes-paul-ii\/besuch-der-pfarrei-st-krispin-von-viterbo-am-28-03-1993\/","title":{"rendered":"BESUCH DER PFARREI ST. CRISPIN VON VITERBO AM 28.03.1993"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">BESUCH DER PFARREI ST. CRISPIN VON VITERBO AM 28.03.1993 <\/h1>\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n<h4 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">Hl. Johannes Paul II.<\/h4>\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n<p><strong>Rom, 28. M\u00e4rz 1993 *<\/strong><\/p>\n\n<p><em>Johannes Paul II. traf zwei neokatechumenale Gemeinschaften, die eine Frucht von acht Jahren Evangelisierung in der Pfarrei St. Crispin sind. Ein Jugendlicher namens Roberto Santoponte \u00fcberbrachte dem Heiligen Vater seine Begr\u00fc\u00dfungsworte:<\/em><\/p>\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"517\" src=\"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Camino_Neocatecumenal_Juan_Pablo_II_visita_parroquia_San_Crispin_1993.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7268\" srcset=\"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Camino_Neocatecumenal_Juan_Pablo_II_visita_parroquia_San_Crispin_1993.jpg 768w, https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Camino_Neocatecumenal_Juan_Pablo_II_visita_parroquia_San_Crispin_1993-300x202.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure><\/div>\n\n<p>Heiliger Vater, hier sind zwei neokatechumenale Gemeinschaften anwesend, eine Frucht von acht schwierigen Jahren Evangelisierung in dieser Pfarrei dank unseres Teams, welches aus der f\u00fcnften Gemeinschaft der Pfarrei St. Francesca Cabrini in Rom stammt, wo wir den Weg vor 14 Jahren begonnen haben. Es sind die Katechistenteams aus unserer Gemeinschaft, die die pastorale Begleitung von Taufen und Eheschlie\u00dfungen in dieser Pfarrei f\u00fchren. In unserer Heimatpfarrei besteht dieser Weg der Wiederentdeckung der Taufe bereits seit 24 Jahre, in denen 25 Gemeinschaften entstanden sind; die ersten zwei haben ihre Taufversprechen schon vor Eure Heiligkeit im Petersdom erneuert und aus ihnen gingen Itineranten, Priester und Familien hervor, die praktisch die ganze Welt katechisiert haben. In unserer Gemeinschaft waren viele seit Jahren entfernt von der Kirche \u2013 und das Wunder lag darin, die F\u00fcrsorge und die M\u00fctterlichkeit dieser Kirche wiederzuentdecken, die gekommen ist, um uns zu suchen, damit die Frohe Botschaft der Liebe Gottes, die sich in seinem Sohn Jesus Christus offenbart hat, in unserem Leben erschalle, das f\u00fcr viele von uns sinnlos geworden war. Im Laufe dieser Jahre, durch das H\u00f6ren des Wortes Gottes und die Teilnahme an den Liturgien, waren wir Zuschauer der Wunder, die Gott in unserem Leben und in dem unserer Br\u00fcder vollbracht hat: Berufungen zum Priestertum und zum Geweihten Leben; wiederhergestellte Ehen; Familien, die offen sind, um in Gro\u00dfz\u00fcgigkeit das Leben anzunehmen, das als authentisches und kostenloses Geschenk Gottes wiederentdeckt worden ist.<\/p>\n\n<p>Ich selbst, obwohl ich seit meiner Jugend in der Kirche war, hatte vorher nie die Kostenlosigkeit der Liebe Gottes erfahren, vor allem seine Liebe gegen\u00fcber den S\u00fcndern nicht \u2013auch ich aber habe sp\u00e4ter erkannt, einer von ihnen zu sein. Gott gerade in dem Leiden zu begegnen und in den Momenten des Todes, die mein Leben gepr\u00e4gt haben, ist das, was meine Existenz und die Existenz dieser Katechisten-Br\u00fcder verwandelt hat. Dies hat uns dazu gebracht, etwas von unserem Leben f\u00fcr das Evangelium hinzugeben. Wir sind angetrieben durch das Gef\u00fchl von Dankbarkeit gegen\u00fcber Gott, dem Vater, und wir wissen, dass, wie der heilige Paulus sagt, \u201edie Liebe Christi\u201c uns dazu \u201edr\u00e4ngt\u201c: mit der Frohen Botschaft, die unser Leben ver\u00e4ndert hat, all diejenigen zu erreichen, die darauf warten. In diesem Stadtteil gibt es viele Probleme: Drogen, soziale Ausgrenzung, Arbeitslosigkeit, Armut, Gewalt. Viele Jugendlichen haben bereits den tieferen Sinn ihrer Existenz verloren. Aber wir wissen, dass die einzige L\u00f6sung f\u00fcr diese gro\u00dfen Trag\u00f6dien, die einzige Antwort auf die tiefen Bed\u00fcrfnisse eines jeden in Jesus Christus zu finden ist, der f\u00fcr unsere S\u00fcnden gestorben und f\u00fcr unsere Rechtfertigung auferstanden ist. Diese Br\u00fcder sind heute das Zeichen daf\u00fcr, dass dieses Wort wahr ist und dass es m\u00f6glich ist einander zu lieben, wie Christus selbst uns geliebt hat. Dies ist m\u00f6glich durch einen Weg der Glaubensvorbereitung, auf dem man die eigene Schwachheit erf\u00e4hrt, aber gleichzeitig die Liebe Gottes und die Barmherzigkeit der Kirche zum Schmecken bekommt. Unsere Hoffnung ist, dass diese Br\u00fcder die \u201eErstgeborenen vieler Geschwister\u201c sein m\u00f6gen, die nach ihnen kommen werden. Und es ist gerade dank ihrer Standfestigkeit und der Unterst\u00fctzung des Pfarrers Don Vincenzo, der uns nie aufgegeben hat, auch nicht in den schwierigsten Momenten, dass sich heute in unserer Pfarrei ein Weg, eine M\u00f6glichkeit zur\u00fcck zum Vater ge\u00f6ffnet hat f\u00fcr viele fernstehenden Br\u00fcder von uns.<\/p>\n\n<p>Der Jungfrau Maria, der Inspiratorin dieses Weges, vertrauen wir unsere Bestrebungen und W\u00fcnsche an, und von Ihnen, Heiliger Vater, erhoffen wir uns die Unterst\u00fctzung im Gebet und die Ermutigung dazu, das von uns vorgenommene Werk weiterzuf\u00fchren, weil wir wissen, dass wir ohne den Heiligen Geist und die Gemeinschaft mit \u201ePetrus\u201c \u00fcberhaupt nichts tun k\u00f6nnen.&#13;\n&#13;\nZum Abschluss dieses Treffens bitten wir Sie, diese kleine Ehrerbietung anzunehmen als Zeichen unseres Wunsches nach der Verbundenheit mit Ihnen, die Sie uns wie Christus auffordern, \u201edie Netze auszuwerfen\u201c und allein auf Sein Wort zu vertrauen in der Gewissheit, dass die Frucht, die daraus hervorgehen wird, dem Bau der ganzen Kirche dienen wird. <\/p>\n\n<p><em>Bedeutungsvoll war die von einer jungen Frau dargebotene Gabe an den Heiligen Vater, eine Skulptur, die Petrus darstellt, der die Netze auswirft und Jesus Christus anschaut, \u201eWir hoffen, die Netze im Osten auszuwerfen, das ist der Wunsch von uns allen, auch wenn wir schwach, arm und unreif sind, aber wir m\u00f6chten evangelisieren\u201c. \u201eEvangelisieren im Osten, im Westen, \u00fcberall!\u201c, antwortete der Heilige Vater, der anschlie\u00dfend die folgenden Worte sprach:<\/em><\/p>\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"702\" height=\"566\" src=\"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Camino_Neocatecumenal_Juan_Pablo_II_visita_parroquia_San_Crispin_1993_2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7271\" srcset=\"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Camino_Neocatecumenal_Juan_Pablo_II_visita_parroquia_San_Crispin_1993_2.jpg 702w, https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Camino_Neocatecumenal_Juan_Pablo_II_visita_parroquia_San_Crispin_1993_2-300x242.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 702px) 100vw, 702px\" \/><\/figure><\/div>\n\n<p>Euer Sprecher hat gesagt, dass Don Vincenzo euch nie aufgegeben hat. Danken wir dem Herrn daf\u00fcr, dass Don Vincenzo so gut zu euch ist, aber auch ihr habt Don Vincenzo nicht aufgegeben und das ist wichtig. Diese Gemeinschaft mit eurem Pfarrer, mit dem Priester, ist wichtig und durch den Priester mit Christus. Ich habe soeben mit dem Pfarrgemeinderat \u00fcber die \u201eBelebung\u201c gesprochen, denn es ist wahr, dass diese Pfarrei, als menschliche und als christliche Gemeinschaft, eine gro\u00dfe Belebung braucht. Belebung ist der Prozess, der die verschiedenen Elemente eines Organismus in einer einzigen lebendigen Einheit \u201ekoexistieren\u201c l\u00e4sst. <\/p>\n\n<p>Und ihr, auf unterschiedliche Weisen, bewirkt diese Belebung. Wenn man die Kirche betritt, wenn man die Messe feiert, kann man sagen: Sieh mal, sie bewirken eine Belebung, eine Ermutigung, mit dem Gesang. Ich habe nat\u00fcrlich viele Erfahrungen gemacht mit Liturgien in verschiedenen Pfarreien und in verschiedenen Kirchen der Welt: der Gesang ist eine Belebung, er gibt der betenden und glaubenden Gemeinschaft Leben. Er gibt Leben und es war nicht unbegr\u00fcndet, im Gegenteil, es hatte einen guten Grund, dass der heilige Augustinus gesagt hat \u201equi cantat bis orat\u201c (Wer singt, der betet doppelt). Er \u201ebis orat\u201c (betet doppelt), weil er auch die anderen \u201eorare\u201c (beten) l\u00e4sst. Aber diese Belebung der neokatechumenalen Gemeinschaften ist tiefer verwurzelt. Es sind nicht nur die S\u00e4nger, auch wenn es gute S\u00e4nger sind. Diese Belebung kommt aus der Wurzel unserer Erfahrung in Christus und diese Wurzel ist die Taufe. Der Name \u201eNeokatechumenat\u201c wurde gew\u00e4hlt in Erinnerung an das Katechumenat, das die ersten Generationen der Kirche geformt hat, hier in Rom und \u00fcberall. Dieses Katechumenat hat die Nicht-Christen, die Taufkandidaten, das Geheimnis Christi entdecken lassen, die unergr\u00fcndlichen Reicht\u00fcmer, die in Christus sind und die f\u00fcr uns sind, an denen wir teilhaben. Und diese Teilhabe ist vollst\u00e4ndig, der Grundstock beginnt schon mit der Taufe.<\/p>\n\n<p>Man muss zur\u00fcckkehren zur Taufe, jeder Christ muss zu seiner Taufe zur\u00fcckkehren, um zu erkennen, wer er ist, ja, um zu erkennen, wer er in Christus ist. Wer er ist dank Christus. Und so sein Leben \u00e4ndern: ein neues Leben. Wir wissen, dass dieses neue Leben tief in die christliche Botschaft eingeschrieben ist, in den Apostelbriefen und vor allem im Evangelium. Eine Sache ist es, dieses neue Leben als Wort zu lesen, eine andere Sache ist es, dieses neue Leben zu leben. Es ist ein ungeheuerliches Leben, eine ungeheuerliche Erfahrung. Das ist im Wesentlichen eurer Hauptantrieb, die Belebung die entsteht durch diese Wiederentdeckung der Reicht\u00fcmer, die in Christus sind und in uns sind dank Christus und die der Heilige Geist allen in der Taufe schenkt.<\/p>\n\n<p>Und dann gibt es noch einen Reichtum, eine sehr wichtige Belebung, die ihr in die Welt tragt. Diese Welt ist so in Resignation verfallen, dass sie, mit all ihrem Fortschritt, keine Perspektiven sieht und oft keine Hoffnung hat: sie liebt das Leben nicht; dies ist die tiefe Krankheit unserer modernen, abendl\u00e4ndischen, amerikanischen, europ\u00e4ischen Gesellschaft. Sie liebt das Leben nicht, sie f\u00fcrchtet sich vor dem Leben, sie macht alles, um nicht das Leben hinzugeben.<\/p>\n\n<p>Siehe, eure Belebung ist auch die Liebe zum Leben. Und dies ist eine Belebung, die in euch kommt, sie kommt in eure Familien und dort verwirklicht sie sich, voller Hoffnung und voller Freude, denn das neue Leben, die Kinder bringen Freude. Und dann ist es eine Belebung aus menschlichem und christlichem Mut. Das wollte ich euch sagen, denn ich begleite euch, nicht immer bin ich in der N\u00e4he, \u00f6fter in der Ferne, aber ich begleite euch viel und glaube, dass diese Bewegung, wie auch viele andere Bewegungen, eine gro\u00dfe Gabe des Heiligen Geistes f\u00fcr die Kirche und f\u00fcr die Menschheit von heute ist. Frohe Ostern \u2013 und Ostern ist der zentrale Punkt unseres Glaubens und unseres Lebens.<br\/><br\/><i>(*) Vgl. \u201eL\u2019Osservatore Romano\u201c, 29.-30. M\u00e4rz 1993 (eigene \u00dcbersetzung aus dem Italienischen).<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BESUCH DER PFARREI ST. CRISPIN VON VITERBO AM 28.03.1993 Hl. Johannes Paul II. Rom, 28. M\u00e4rz 1993 * Johannes Paul II. traf zwei neokatechumenale Gemeinschaften, die eine Frucht von acht Jahren Evangelisierung in der Pfarrei St. Crispin sind. 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