{"id":13056,"date":"2020-03-04T02:16:49","date_gmt":"2020-03-04T01:16:49","guid":{"rendered":"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/worte-der-paepste\/hl-johannes-paul-ii\/priesterweihe-von-38-priestern-in-st-peter-am-28-04-1996\/"},"modified":"2021-08-10T11:04:08","modified_gmt":"2021-08-10T10:04:08","slug":"priesterweihe-von-38-priestern-in-st-peter-am-28-04-1996","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/de\/worte-der-paepste\/hl-johannes-paul-ii\/priesterweihe-von-38-priestern-in-st-peter-am-28-04-1996\/","title":{"rendered":"PRIESTERWEIHE VON 38 PRIESTERN IM PETERSDOM AM 28.04.1996"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">PRIESTERWEIHE VON 38 PRIESTERN IM PETERSDOM AM 28.04.1996<\/h1>\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n<h4 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">Hl. Johannes Paul II.<\/h4>\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-medium\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"212\" src=\"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Camino_Neocatecumenal_Juan_Pablo_II_ordenacion_sacerdotal_1996_2-300x212.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2644\" srcset=\"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Camino_Neocatecumenal_Juan_Pablo_II_ordenacion_sacerdotal_1996_2-300x212.jpg 300w, https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Camino_Neocatecumenal_Juan_Pablo_II_ordenacion_sacerdotal_1996_2.jpg 681w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure><\/div>\n\n<p><strong>Petersdom, 28. April 1996 *<\/strong><\/p>\n\n<p><em>Der Heilige Vater weihte achtunddrei\u00dfig neue Priester, darunter 18 aus dem Seminar \u201eRedemptoris Mater\u201c. Im Folgenden geben wir die Predigt wieder:<\/em><\/p>\n\n<p>\u201eIch bin der gute Hirt\u201c (Joh 10,11). Liebe Diakone, bald werdet ihr zu Priestern geweiht und Christus, dem Guten Hirten, innerlich \u00e4hnlich sein, dessen Gestalt diesen vierten Ostersonntag, den Weltgebetstag um geistliche Berufungen, bestimmt. Ich begr\u00fc\u00dfe euch mit gro\u00dfer Zuneigung, zusammen mit den Kommunit\u00e4ten der vier Priesterseminare von Rom, in denen ihr euren Ausbildungsgang abgeschlossen habt: das R\u00f6mische Priesterseminar, das Kolleg Capranica, das Priesterseminar <em>Redemptoris Mater<\/em> und das von den Oblaten der G\u00f6ttlichen Liebe. Ich begr\u00fc\u00dfe euch mit euren Familien, in denen die Wurzeln eurer Berufung zum Priestertum verankert sind. Bevor ihr im Mutterleib geformt wurdet, wart ihr bereits Gegenstand von einem besonderen Plan Gottes (vgl. Jer 1,5). Ich begr\u00fc\u00dfe euch mit den Freunden aus Pfarreien, Vereinen und Bewegungen, in denen ihr pastorale Erfahrungen gemacht habt. In diesem Jahr, in dem ich den 50. Jahrestag der Priesterweihe begehe, freue ich mich, achtunddrei\u00dfig jungen M\u00e4nnern die H\u00e4nde aufzulegen, den M\u00e4nnern, welche die Di\u00f6zese Rom Gott anbietet, damit sie sich dem Dienst an seinem Volk widmen.<\/p>\n\n<p>\u201eIch bin der gute Hirt\u201c. Lasst uns einen Moment innehalten, um gemeinsam \u00fcber die Worte des Johannesevangeliums zu meditieren. Tats\u00e4chlich erschallen sie heute auf einzigartige Weise f\u00fcr euch, die ihr mit diesem Sakrament zu einer besonderen Teilnahme am Geheimnis Christi, des Priesters und des Guten Hirten, zugelassen werdet. \u201eDer gute Hirt gibt sein Leben hin f\u00fcr die Schafe\u201c (Joh 10,11). So fasst Jesus in johanneischer Sprache seine Mission zusammen. Wir finden die gleiche Logik in den Worten des ersten Briefes des Apostels Petrus: \u201eEr hat unsere S\u00fcnden mit seinem Leib auf das Holz des Kreuzes getragen, damit wir tot seien f\u00fcr die S\u00fcnden und f\u00fcr die Gerechtigkeit leben. Durch seine Wunden seid ihr geheilt. &#8230; Christus hat f\u00fcr euch gelitten und euch ein Beispiel gegeben, damit ihr seinen Spuren folgt.\u201c (1 Petr 2,24.21). Liebe Diakone, am Tag eurer Priesterweihe seid ihr gerufen, dieses \u201eBeispiel\u201c auf eine sehr pers\u00f6nliche und bedingungslose Weise anzunehmen und zu umarmen. Ihr seid berufen, es zu lieben. Deshalb sage ich jedem von euch: Halte dich ganz an dem Einen fest, der deine S\u00fcnden und die der ganzen Menschheit auf dem Holz des Kreuzes getragen hat; liebe sein Beispiel und trete in seine Fu\u00dfstapfen!<\/p>\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-medium\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"250\" src=\"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Camino_Neocatecumenal_Juan_Pablo_II_ordenacion_sacerdotal_1996-300x250.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2651\" srcset=\"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Camino_Neocatecumenal_Juan_Pablo_II_ordenacion_sacerdotal_1996-300x250.jpg 300w, https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Camino_Neocatecumenal_Juan_Pablo_II_ordenacion_sacerdotal_1996.jpg 672w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure><\/div>\n\n<p>\u201eIch bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich\u201c (Joh 10,14). Diese \u201eKenntnis\u201c \u2013 das wisst ihr gut, weil ihr es studiert und insbesondere von erster Hand erlebt habt \u2013 ist ein einzigartiges Wissen. Es ergibt sich aus der Heilsf\u00fcrsorge. Es ist eine Kenntnis nicht nur des Verstandes, sondern auch des Herzens; Kenntnis dessen, der liebt, und, umgekehrt dessen, der geliebt wird; dessen, der treu ist und dessen, der sich anvertraut, indem er vertraut. In dem bewundernswerten Psalm 23, dem Antwortpsalm der heutigen liturgischen Feier, findet diese Liebeserkenntnis einen erhabenen Ausdruck in Form eines Lobbekenntnisses der betenden Seele, die dank der f\u00fcrsorglichen Gegenwart Gottes Frieden und Sicherheit ohne Grenzen genie\u00dft:<\/p>\n\n<p>\u201eDer Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. Er l\u00e4sst mich lagern auf gr\u00fcnen Auen und f\u00fchrt mich zum Ruheplatz am Wasser. Er stillt mein Verlangen; er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen\u2026 Du deckst mir den Tisch\u2026 Du salbst mein Haupt mit \u00d6l\u201c (vgl. Ps 22,1-3.5).<\/p>\n\n<p>Das Vertrauen und das Gef\u00fchl der Sicherheit, das Gott, der gute Hirte, garantiert, schwinden auch in der Stunde der Pr\u00fcfung und der schwierigsten Erfahrungen nicht: \u201eMuss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich f\u00fcrchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht\u201c (Ps 23,4). Am Tag der Priesterweihe, liebe Diakone, m\u00f6ge jeder von euch in der Tiefe seines Herzens das Vertrauen neu entfachen: Ein sehr solides und unersch\u00fctterliches Vertrauen, das in der Seele bei blo\u00dfer Anrufung jenes Namens erbl\u00fcht: \u201eGuter Hirte\u201c. Entfacht es ab sofort neu im Hinblick auf die Pr\u00fcfungen und Schwierigkeiten, die das Leben und der priesterliche Dienst mit sich bringen. Christus wird immer ein Hirte sein, der in besonderer Weise gegen\u00fcber denen f\u00fcrsorglich ist, die er beruft, durch das Dienstpriestertum an seiner eigenen pastoralen F\u00fcrsorge teilzunehmen.<\/p>\n\n<p>Er ist die T\u00fcr zu den Schafen (vgl. Joh 10,7). In jedem Moment, in guten und in schlechten Zeiten, wei\u00df der Priester, dass seine Seele und diejenigen der ihm anvertrauten Personen Gegenstand einer einzigartigen F\u00fcrsorge des Guten Hirten sind. Es ist deshalb, warum er sich seiner Mission zuversichtlich stellt. Er wei\u00df, dass der \u00dcbergang zum ewigen Leben f\u00fcr alle offen ist, und zwar durch die lebendige, einzige und universale T\u00fcr, die Christus, unser Pascha ist. Heute, liebe Diakone, geht ihr eine enge Beziehung mit Christus, dem Hirten der Seelen, ein. Jeder von euch, der ihm gleichf\u00f6rmig wird, wird mitverantwortlich f\u00fcr den \u00dcbergang der Seelen vom Tod zum Leben, vom Leben nach dem Fleisch zum Leben nach dem Geist. Und es ist m\u00f6glich, diese Aufgabe vor allem mit Gebet und mit dem Opfer des Lebens f\u00fcr Christus, mit Christus und in Christus zu erf\u00fcllen.<\/p>\n\n<p>Ab sofort fordere ich euch daher auf, ihm, dem Hirten und der T\u00fcr der Schafe, all diejenigen anzuvertrauen, die die g\u00f6ttliche Vorsehung durch ihn, mittels eures pastoralen Dienstes, wird berufen und einf\u00fchren wollen. Welche Verantwortung! Was kann es dem Priester erm\u00f6glichen, sich einer solchen Aufgabe zu stellen? Nur die Gewissheit, dass Christus der Hirte aller Seelen ist und jedem Priester nahesteht, um ihn in seinem Dienst zu unterst\u00fctzen. Und neben dem Priester steht auch die Allerseligste Maria, Mutter des Guten Hirten und unseres Priestertums. Ihr, liebe Diakone, vertraue ich jeden von euch und euren Dienst an.<\/p>\n\n<p>Der Herr, der einen Tisch vor euch deckt, besprenge euren Kopf mit dem \u00d6l der Freude und sorge daf\u00fcr, dass euer Becher immer von seiner Liebe \u00fcberf\u00fcllt ist (vgl. Ps 23,5). Amen!<br\/><br\/><i>(*) Vgl. \u201eL&#8217;Osservatore Romano\u201c, 29. \u2013 30. April 1996 (eigene \u00dcbersetzung aus dem Italienischen).<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>PRIESTERWEIHE VON 38 PRIESTERN IM PETERSDOM AM 28.04.1996 Hl. Johannes Paul II. Petersdom, 28. April 1996 * Der Heilige Vater weihte achtunddrei\u00dfig neue Priester, darunter 18 aus dem Seminar \u201eRedemptoris Mater\u201c. Im Folgenden geben wir die Predigt wieder: \u201eIch bin der gute Hirt\u201c (Joh 10,11). 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