{"id":13435,"date":"2020-03-04T00:43:23","date_gmt":"2020-03-03T23:43:23","guid":{"rendered":"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/worte-der-paepste\/hl-johannes-paul-ii\/priesterweihe-im-petersdom-am-02-05-1993\/"},"modified":"2021-08-10T11:03:07","modified_gmt":"2021-08-10T10:03:07","slug":"priesterweihe-im-petersdom-am-02-05-1993","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/de\/worte-der-paepste\/hl-johannes-paul-ii\/priesterweihe-im-petersdom-am-02-05-1993\/","title":{"rendered":"PRIESTERWEIHE IM PETERSDOM AM 02.05.1993"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">PRIESTERWEIHE IM PETERSDOM AM 02.05.1993<\/h1>\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n<h4 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">Hl. Johannes Paul II.<\/h4>\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-medium\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"245\" src=\"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Camino_Neocatecumenal_Juan_Pablo_II_ordenacion_sacerdotal_1993-300x245.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2470\" srcset=\"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Camino_Neocatecumenal_Juan_Pablo_II_ordenacion_sacerdotal_1993-300x245.jpg 300w, https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Camino_Neocatecumenal_Juan_Pablo_II_ordenacion_sacerdotal_1993.jpg 696w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure><\/div>\n\n<p><strong>Petersdom, 2. Mai 1993 *<\/strong><\/p>\n\n<p><em>Am Sonntag, dem 2. Mai, dem 30. Weltgebetstag f\u00fcr Berufungen, erteilte Johannes Paul II. 29 Diakonen der Di\u00f6zese Rom die Priesterweihe (16 davon wurden im Priesterseminar &#8222;Redemptoris Mater&#8220; in Rom ausgebildet). Der feierliche Ritus fand im Petersdom in Anwesenheit einer gro\u00dfen Versammlung von Angeh\u00f6rigen und Freunden der neuen Priester statt. Der Rektor der &#8222;Redemptoris Mater&#8220;, der Bischof Mons. Giulio Salimei, verfolgte die Feier im Rollstuhl zusammen mit anderen Pr\u00e4laten, darunter Mons. Paul Josef Cordes, Vizepr\u00e4sident des P\u00e4pstlichen Rates f\u00fcr die Laien und Beauftragter des Papstes f\u00fcr die Begleitung des Apostolates der neokatechumenalen Gemeinschaften. Ebenfalls anwesend waren Kiko Arg\u00fcello, Initiator des Neokatechumenalen Weges und F\u00f6rderer der priesterlichen Ausbildungszentren &#8222;Redemptoris Mater&#8220;, die sich als di\u00f6zesane, internationale und missionarische Priesterseminare anbieten (etwa 20 dieser Zentren sind derzeit in Amerika, Europa, Asien und Ozeanien; weitere sind dabei, er\u00f6ffnet zu werden) und Carmen Hern\u00e1ndez, Mitinitiatorin des Weges. Bevor der Papst den Kandidaten das Sakrament der Heiligen Befehle gab, richtete er folgende Predigt an sie:<\/em><\/p>\n\n<p>1. \u201eIch bin die T\u00fcre zu den Schafen\u201c (Joh 10,7).&#13;\nDie \u00f6sterliche Liturgie vom Guten Hirten kommt in zwei Bildern zum Ausdruck, die einander erg\u00e4nzen. Christus sagt von sich selbst: \u201eIch bin der gute Hirt\u201c (Joh 10,11). Der Antwortpsalm gestaltet ebenso wie der Abschnitt aus dem ersten Brief des hl. Petrus gerade dieses liturgische Bild weiter aus: Der gute Hirt geleitet seine Herde auf gr\u00fcne Auen, verschafft ihr im richtigen Augenblick Nahrung und Trank, besch\u00fctzt sie in der Gefahr und verteidigt sie angesichts des Feindes.&#13;\nDer gute Hirt ist vor allem bereit, auch sein Leben f\u00fcr die Schafe hinzugeben. Gerade darauf besteht der erste Brief des hl. Petrus. Er spricht von den Leiden Christi: \u201eEr hat unsere S\u00fcnden mit seinem Leib auf das Holz des Kreuzes getragen, damit wir tot seien f\u00fcr die S\u00fcnden und f\u00fcr die Gerechtigkeit leben. Durch seine Wunden seid ihr geheilt\u201c (1 Petr 2,24-25).<\/p>\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"498\" height=\"321\" src=\"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Camino_Neocatecumenal_Juan_Pablo_II_ordenacion_sacerdotal_1993_2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7253\" srcset=\"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Camino_Neocatecumenal_Juan_Pablo_II_ordenacion_sacerdotal_1993_2.jpg 498w, https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Camino_Neocatecumenal_Juan_Pablo_II_ordenacion_sacerdotal_1993_2-300x193.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 498px) 100vw, 498px\" \/><\/figure><\/div>\n\n<p>2. Gerade hier f\u00fcgt sich das zweite Bild in die Gesamtheit des liturgischen Gedankens ein: Das Bild von Christus, der \u201eT\u00fcre zu den Schafen\u201c. Der gute Hirt f\u00fchrt nicht nur seine Herde, indem er sie einl\u00e4dt, seinen Spuren zu folgen (vgl. Joh 10,4); er f\u00fchrt sie sogar durch die T\u00fcre. Es gibt also einen Ort, an dem die Herde Zuflucht findet, eine Art Unterstand, wo die Schafe verweilen und sich von den M\u00fchen des Weges ausruhen k\u00f6nnen.&#13;\nEr selbst ist die T\u00fcre. Christus sagt: \u201eIch bin die T\u00fcre zu den Schafen \u2026 wer durch mich hineingeht, wird gerettet\u201c (Joh 10,7.9). \u201eGerettet\u201c, d. h., er wird das Leben haben und wird es in F\u00fclle haben (vgl. Joh 10,10).&#13;\nChristus, der gute Hirt, ist die T\u00fcre zum Heil der Menschheit geworden, denn \u201eer hat unsere S\u00fcnden \u2026 auf das Holz des Kreuzes getragen\u201c (1 Petr 2,24).<\/p>\n\n<p>3. Am Pfingsttag fragten die Zuh\u00f6rer des Apostels Petrus vor allem nach der T\u00fcre, die sie durchschreiten m\u00fc\u00dften, um zum Heil zu gelangen. Die Frage lautete: \u201eWas sollen wir tun, Br\u00fcder?\u201c (Apg 2,37). Und Petrus antwortete: \u201eKehrt um, und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung seiner S\u00fcnden\u201c (Apg 2,38).&#13;\nEs ist also klar: Die T\u00fcre durchschreiten, die Christus ist, hei\u00dft sich bekehren. Sich bekehren hei\u00dft wiederum, die Taufe empfangen. Die Taufe ist die T\u00fcre der Kirche. Durch sie wird der Mensch in das vom Blut Christi erwirke Heil eingef\u00fchrt. Christus hat die Taufe eingesetzt. Er selbst, der Gekreuzigte und Auferstandene, ist durch die Taufe die T\u00fcre zum Heil der Menschen. In der Taufe wird uns der Heilige Geist geschenkt.&#13;\nWenn die Menschen, die ohne ihr Verschulden diesen Weg zum Heil und diese T\u00fcre nicht kennen, dennoch den Heiligen Geist empfangen, auch dann bleibt Christus f\u00fcr sie die T\u00fcre, denn unter dem Himmel gibt es keinen anderen Namen, durch den wir gerettet werden sollen (vgl. Apg 4,12). Christus ist der einzige Mittler zwischen Gott und den Menschen.<\/p>\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"328\" src=\"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Camino_Neocatecumenal_Juan_Pablo_II_ordenacion_sacerdotal_1993_3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7256\" srcset=\"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Camino_Neocatecumenal_Juan_Pablo_II_ordenacion_sacerdotal_1993_3.jpg 400w, https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Camino_Neocatecumenal_Juan_Pablo_II_ordenacion_sacerdotal_1993_3-300x246.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/figure><\/div>\n\n<p>4. Die Priesterweihe empfangen heute in der Petersbasilika die Diakone der Kirche, die in Rom ist, in jenem Rom, in welchem am Anfang einer langen Reihe von Hirten und Bisch\u00f6fen Petrus steht, der Apostel Christi und sein Zeuge bis zur Vergie\u00dfung des Blutes. Er war es, der als erster die \u201everirrten Schafe\u201c der antiken Welt zu Christus bekehrte, dem \u201eHirten und Bischof der Seelen\u201c (1 Petr 2,25).&#13;\nLiebe S\u00f6hne, ihr werdet in dem Jahr geweiht, in dem die r\u00f6mische Di\u00f6zesansynode zum Abschlu\u00df gelangt. Ihr seid nun berufen, unter euren Br\u00fcdern und Schwestern Verk\u00fcndiger und glaubw\u00fcrdige Zeugen f\u00fcr das Evangelium, das Wort der Wahrheit und des Lebens, zu sein. Es erwartet euch die Stadt Rom, die Christus durch euren Dienst empfangen will. Es erwartet euch die weite Welt, die auf geheimnisvolle Weise dieser Stadt verbunden ist.&#13;\nDas P\u00e4pstliche R\u00f6mische Seminar, das Seminar \u201eRedemptoris Mater\u201c und das Priesterbildungszentrum an der Wallfahrtsst\u00e4tte \u201eUnsere Liebe Frau von der G\u00f6ttlichen Liebe\u201c (Madonna del Divino Amore), wo ihr eure Ausbildung erhalten habt, teilen heute eure Freude und danken Gott gemeinsam mit euch. Ebenso danken Gott eure Verwandten und alle, die euch als Freunde oder Angeh\u00f6rige der kirchlichen Gemeinschaft verbunden, heute in dieser Basilika versammelt sind und euch auf dem Weg zum Priestertum begleitet haben.&#13;\nDie Gnade dieses Tages m\u00f6ge sich auch auf eure Seminare, auf eure Familien, eure Freunde und die ganze Kirche Gottes in Rom erstrecken.<\/p>\n\n<p>5. Liebe Neupriester! Die Handauflegung und das Gebet dessen, der in Rom der unw\u00fcrdige Nachfolger des hl. Petrus ist, \u00fcbertragen auch euch die Gnade und den sakramentalen Charakter des Amtspriestertums. Jeder Bischof erf\u00fcllt sein Amt als \u201eStatthalter Christi\u201c. Der Bischof von Rom wurde im Lauf der Geschichte auch als \u201eStatthalter Petri\u201c bezeichnet. Betrachtet beim Empfang der Priesterweihe in der Tiefe eures Herzens das Geheimnis vom Guten Hirten, der T\u00fcre zu den Schafen, damit ihr immer mehr des Schatzes w\u00fcrdig werdet, der euch nun anvertraut wird. Er, der in euch dieses Gute Werk begonnen hat, m\u00f6ge es auch vollenden. Amen!<br\/><br\/><i> (*) Vgl. \u00abL\u2019Osservatore Romano\u00bb, 2.-3. Mai 1993 (eigene \u00dcbersetzung aus dem Italienischen).<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>PRIESTERWEIHE IM PETERSDOM AM 02.05.1993 Hl. Johannes Paul II. Petersdom, 2. Mai 1993 * Am Sonntag, dem 2. Mai, dem 30. 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