{"id":13751,"date":"2020-06-05T15:21:33","date_gmt":"2020-06-05T14:21:33","guid":{"rendered":"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/worte-der-paepste\/hl-johannes-paul-ii\/besuch-in-der-pfarrei-st-francesca-cabrini\/"},"modified":"2020-06-08T13:44:03","modified_gmt":"2020-06-08T12:44:03","slug":"besuch-in-der-pfarrei-st-francesca-cabrini","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/de\/worte-der-paepste\/hl-johannes-paul-ii\/besuch-in-der-pfarrei-st-francesca-cabrini\/","title":{"rendered":"BESUCH IN DER PFARREI ST. FRANCESCA CABRINI AM 04.12.1983"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">BESUCH IN DER PFARREI ST. FRANCESCA CABRINI AM 04.12.1983<\/h1>\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n<h4 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">Hl. Johannes Paul II.<\/h4>\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n<p><strong>Rom, den 4. Dezember 1983 *<\/strong><br\/><br\/><\/p>\n\n<p><em>Siebenhundert Menschen \u2013 Erwachsene und Kinder \u2013 haben sich in der Kirche auf dem Boden niedergelassen. Sie sind in Gruppen zu je f\u00fcnfzig aufgeteilt, die Kinder in der Mitte, jede \u201cGemeinschaft\u201d mit ihrem Priester, und singen in Begleitung von Musikinstrumenten. Sie erwarten die Begegnung mit dem Stellvertreter Christi.<\/em><br\/><em>Kurz vor der Begegnung der neokatechumenalen Gemeinschaften mit dem Heiligen Vater wird im Innenraum der Kirche ein gro\u00dfes, breites Transparent aufgestellt, dessen Aufschrift \u201eErneuerung der Taufversprechen mit dem Heiligen Vater\u201c den Sinn und die Bedeutung der Begegnung zum Ausdruck bringt. Darunter sind schematisch die Phasen des Neokatechumenalen Weges abgebildet: Kerygma (Verk\u00fcndigung), Vorkatechumenat, \u00dcbergang zum Katechumenat, Katechumenat usw. Der Heilige Vater wird in gro\u00dfer Vorfreude erwartet, es werden viele Lieder gesungen. Was ist der Grund daf\u00fcr? \u201eUnsere Erfahrung ist ein Same, der auf ausged\u00f6rrtes Land geworfen wurde, das so sehr nach Wasser verlangte\u201c, erkl\u00e4rt einer der Teilnehmer. \u201eDas der Neokatechumenen ist ein Zeugnis, welches auf der pers\u00f6nlichen Erfahrung dessen beruht, der verk\u00fcndet. Jedoch verstehen wir uns hier nicht als \u201aGruppe\u2018, wir wollen vielmehr die ganze Pfarrei vertreten, die sich unterwegs befindet.\u201c Bei seinem Eintritt wird der Papst von einem gro\u00dfen Applaus empfangen. Er geht zu den ersten Kirchenb\u00e4nken, streichelt einige Kinder, die die Eltern ihm entgegenstrecken. Dann ergreift er das Wort:<\/em><\/p>\n\n<p>Ich sehe euch sehr gerne, euch und eure Familien, eure Kinder. Wir alle sind Kinder Gottes, wir werden es durch die Taufe, jenes gro\u00dfe \u2013 und ich w\u00fcrde sagen \u2013 schreckenerregende Sakrament; das scheint es gar nicht zu sein, denn wir sehen ein sehr s\u00fc\u00dfes Sakrament, das mit Wasser vollzogen wird, mit \u00d6l, mit dem Heiligen Chrisma (ich habe heute fr\u00fch ein kleines M\u00e4dchen getauft). Doch dann hat dieses Sakrament, die Taufe, die so s\u00fc\u00df ist, von der wir gewohnt sind, dass man sie den Neugeborenen spendet, dieses Sakrament hat eine schreckliche, staunenerregende Tiefe, denn es taucht uns hinein in den erl\u00f6senden Tod Christi, es taucht uns in diesen Tod hinein, um uns mit Christus auferstehen zu lassen, damit wir so teilhaben an seinem Werk. Es ist der einzige Weg, um Kinder Gottes zu werden, der einzige sakramentale Weg, um Kinder zu sein, um teilzuhaben an dem Leben, das Christus brachte, indem er es mit seiner Auferstehung offenbarte. Das, was ich euch sage, ber\u00fchrt das Besondere eurer Bewegung, die \u201eNeokatechumenat\u201c genannt wird. Das Katechumenat war eine sehr alte Einrichtung der Kirche. Wie viele Katechumenen sind durch dieses antike Rom der Kaiser, durch dieses heidnische Rom gegangen! Und wie viele haben sich durch das Katechumenat auf die Erwachsenentaufe vorbereitet. Aber heute ist die Taufe, dieses gleiche Sakrament, zum Sakrament der Kleinen, der neugeborenen Kinder geworden. Der katechumenale Weg wird hinter die Taufe geschoben. Das ganze Leben wird so zum Katechumenat. Ja, wir sind unser ganzes Leben lang Katechumenen!<\/p>\n\n<p>Es fehlt die Institution des Katechumenats der ersten christlichen Epoche, aber auf diese Weise ist das Katechumenat zur Aufgabe unseres christlichen Lebens, unseres Lebens im Glauben geworden. Nun, eure Bewegung, deren Inspirator ich auch hier begr\u00fc\u00dfe (ich kenne ihn gut!), eure Bewegung konzentriert sich auf diesen Prozess, Kinder Gottes, Christen zu werden. Das ist sehr wichtig!<\/p>\n\n<p>Viele denken: \u201cAber wir sind Christen\u201d; sie sagen: \u201cWir sind Christen\u201d, ohne zu wissen, was es hei\u00dft, denn es gen\u00fcgt nicht, Christ zu sein. Es ist notwendig, Christ zu werden, und zwar jeden Tag. Jeden Tag gilt es zu entdecken, was Christianus, Christus adscriptus (Christ, Christi Anh\u00e4nger) besagen will. Das erste Mal hat man in der Stadt Antiochia damit begonnen, die J\u00fcnger Jesu \u201cChristen\u201d, Anh\u00e4nger Christi zu nennen. Das gilt es zu entdecken und eben jeden Tag und immer mehr. Denn das Geheimnis der Taufe reicht in solche Tiefe hinein, denn es ist zugleich ein g\u00f6ttliches und menschliches Geheimnis. Die g\u00f6ttliche Wirklichkeit ber\u00fchrt das menschliche Sein. Dieses menschliche Sein, dieses Menschsein, wird zum Adoptivkind Gottes &#8230; Genug!<\/p>\n\n<p>Ganz konkret denkt ihr viel nach, ihr meditiert viel \u00fcber diese Wahrheit, \u00fcber diese Wirklichkeiten. Ich muss hier in der Pfarrei St. Francesca Cabrini feststellen, dass eure Bewegung einen Sauerteig darstellt, den Sauerteig, der die Masse und die Welt der Christen im Allgemeinen durchdringen muss: Nicht alle sind sich dessen bewusst, nicht alle vollbringen es. Ihr seid hier ein Sauerteig. Ihr m\u00fcsst diese Gemeinde durchdringen. Es gibt hier ungef\u00e4hr 20.000 Personen; durchdringt sie mit einem neuen Bewusstsein f\u00fcr die menschliche W\u00fcrde, die in die Wirklichkeit der g\u00f6ttlichen Kindschaft miteinbezogen ist.<\/p>\n\n<p>Ihr macht es gut, ihr macht es sehr gut! Singt, singt! Denn das Lied zeigt immer die Freude, diese Entdeckung der g\u00f6ttlichen und menschlichen Wirklichkeit. Die Taufe bringt eine gro\u00dfe Freude mit sich, die sich durch die Lieder ausdr\u00fccken muss. Ich habe w\u00e4hrend des Besuches festgestellt, dass die Pfarrei mit viel Kraft, mit Begeisterung singt! Man muss singen. Man muss singen, denn das Lied bringt dann den geistlichen Gehalt mit sich, ein Inhalt im Innern unserer Seele; auch wenn wir gleichsam nicht gen\u00fcgend Mittel finden, um dies auszudr\u00fccken, dieser Inhalt, dieses Geheimnis, diese Wirklichkeit, ist die Frucht unserer Taufe.<br\/><br\/>&#13;\n&#13;\nAll ihr Lieben, Danke f\u00fcr eure Anwesenheit, f\u00fcr die Belebung dieser Pfarrei durch euch. Ich segne euch von Herzen, eure Familien, die verschiedenen Gruppen (denn ich h\u00f6rte, dass ihr verschiedene Gruppen seid: Zw\u00f6lf Gemeinschaften, wie die zw\u00f6lf Apostel). Eure Priester sind unter euch; eure Itineranten habe ich schon kennengelernt; ich segne euch von Herzen.<\/p>\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"193\" src=\"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Camino_Neocatecumenal_Juan_Pablo_II_visita_parroquia_francesca_cabrini_1983.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7050\" srcset=\"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Camino_Neocatecumenal_Juan_Pablo_II_visita_parroquia_francesca_cabrini_1983.jpg 768w, https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Camino_Neocatecumenal_Juan_Pablo_II_visita_parroquia_francesca_cabrini_1983-300x75.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure><\/div>\n\n<p><em>Der Pfarrer P. Michelangelo erinnert vor allem an die Itineranten von Zentralamerika.<\/em><br\/><br\/>&#13;\n&#13;\nIch segne jene, die nach Zentralamerika gegangen sind, wohin auch ich vor kurzem gegangen bin, nicht so sehr als <em>itinerante<\/em>, sondern vielmehr als <em>volante<\/em> [nicht \u201eItinerant\u201c, d.h. den Weg gehend, sondern \u201c<em>volante<\/em>\u201d, fliegend, Anm. d. \u00dcbers.].<br\/>&#13;\n&#13;\nNun erteilen wir den Segen zusammen mit den Kardin\u00e4len und Bisch\u00f6fen.<\/p>\n\n<p><em>(*) Vgl. \u00abL\u2019Osservatore Romano\u00bb, 5.-6. Dezember 1983, mit Erg\u00e4nzungen aus der Tonbandaufnahme (eigene \u00dcbersetzung aus dem Italienischen).<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BESUCH IN DER PFARREI ST. FRANCESCA CABRINI AM 04.12.1983 Hl. Johannes Paul II. Rom, den 4. Dezember 1983 * Siebenhundert Menschen \u2013 Erwachsene und Kinder \u2013 haben sich in der Kirche auf dem Boden niedergelassen. 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