{"id":14737,"date":"2020-03-02T19:48:34","date_gmt":"2020-03-02T18:48:34","guid":{"rendered":"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/worte-der-paepste\/hl-johannes-paul-ii\/besuch-der-pfarrei-der-unbefleckten-empfaengnis-in-cervelletta-tor-sapienza-am-07-03-1982\/"},"modified":"2021-08-10T11:01:27","modified_gmt":"2021-08-10T10:01:27","slug":"besuch-der-pfarrei-der-unbefleckten-empfaengnis-in-cervelletta-tor-sapienza-am-07-03-1982","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/de\/worte-der-paepste\/hl-johannes-paul-ii\/besuch-der-pfarrei-der-unbefleckten-empfaengnis-in-cervelletta-tor-sapienza-am-07-03-1982\/","title":{"rendered":"BESUCH DER PFARREI DER UNBEFLECKTEN EMPF\u00c4NGNIS IN CERVELLETTA (TOR SAPIENZA) AM 07.03.1982"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">BESUCH DER PFARREI DER UNBEFLECKTEN EMPF\u00c4NGNIS IN CERVELLETTA (TOR SAPIENZA) AM 07.03.1982<\/h1>\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n<h4 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">Hl. Johannes Paul II.<\/h4>\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n<p><strong>Rom, 7. M\u00e4rz 1982 *<\/strong><\/p>\n\n<p><em>Die Begegnung mit den neokatechumenalen Gemeinschaften \u2013 die letzte dieses Papstbesuches \u2013 wurde mit den Worten des Pfarrers Don Riccardo eingeleitet:<\/em><\/p>\n\n<p>Heiliger Vater, Sie sehen hier ein Wunder, das der Herr in unserer Pfarrei getan hat. Gestern beim gemeinsamen Mittagessen habe ich Ihnen, Eure Heiligkeit, davon erz\u00e4hlt; Sie kennen die Geschichte: Vor zehn Jahren war diese Pfarrei am Boden, wirklich. Der Herr hat hier einen \u201eWeg\u201c hergebracht. Auf diesem \u201eWeg\u201c befinden sich jetzt sechs Gemeinschaften \u2013 und diese hier sind die Br\u00fcder. Sie sind wirklich in meinem Herzen, denn sie haben zuallererst mich bekehrt, denn ich war hart. Und so entstand im Jahr 1972 die erste Gemeinschaft, und dann kam jedes Jahr eine weitere hinzu. Diese Br\u00fcder, Hl. Vater, gehen seit dem vorigen Jahr von Haus zu Haus, um Jesus Christus zu verk\u00fcndigen und um den Frieden zu bringen. Sie klopfen an die T\u00fcr, sie stellen sich im Namen des Pfarrers vor und verk\u00fcndigen das ewige Leben und die Vergebung der S\u00fcnden \u2013 denn die Leute glauben leider nicht, dass Gott die S\u00fcnden vergibt, sie glauben hingegen, Gott sei ungerecht, er w\u00fcrde bestrafen. Gut, unter diesen Br\u00fcdern der Gemeinschaft sind viele Firm- und Kommunionkatecheten, sie bereiten auch die Eltern zur Taufe der Kinder vor.<\/p>\n\n<p>Nach zwei Jahren ist die zweite Gemeinschaft entstanden. Nun steht ihnen jene Etappe des \u201eWeges\u201c bevor, an der sie anfangen werden, das Stundengebet zu beten, d.h. auch sie werden anfangen, jeden Morgen die Laudes zu beten. Auch unter ihnen sind viele Katecheten f\u00fcr die Firm- und einige f\u00fcr die Erstkommunionvorbereitung. Auch sie haben viele Kinder, und wir hoffen, dass aus ihnen einige Priester hervorgehen \u2013 jemand, der die Mission Jesu Christi weiterf\u00fchrt, wie Sie es auch machen. Dann ist die dritte Gemeinschaft entstanden. Sie sind an einer Stelle des \u201eWeges\u201c angekommen, bei einem \u201eSkrutinium\u201c, in dem der Herr ihnen die Gnade schenken wird, ein konkretes Zeichen zu setzen, sich v\u00f6llig auf Gott und nicht mehr nur auf das Geld und die G\u00fcter dieser Welt zu verlassen. Auch hier gibt es einige, die katechetischen Unterricht in der Pfarrei halten. Die vierte Gemeinschaft ist letztes Jahr aus dem Zusammenschluss von zwei Gemeinschaften entstanden, weil die Br\u00fcder zu wenige waren. Auch hier gibt es einige, die Katechese halten. Dieses Jahr haben wir die Gnade gehabt, dass bei der Katechese, die wir gehalten haben, neunzig Personen alle Abende \u2013 zweimal in der Woche, zwei Monate lang \u2013 gekommen sind. Dann haben sie eine Konvivenz gehabt (ein zweit\u00e4giger Einkehrtag), und dort sind zwei Gemeinschaften entstanden, denn es waren viele Personen. Unter diesen, Heiliger Vater, hatte sich mehr als die H\u00e4lfte ganz von der Kirche entfernt. Nun, der Herr hat ihnen die Gnade geschenkt, durch diesen \u201eWeg\u201c die Kirche neu zu entdecken, zu sehen, dass nur Jesus Christus uns wirklich etwas Gutes verk\u00fcnden kann. Die Welt verspricht uns wer wei\u00df welche G\u00fcter, wer wei\u00df welche Vorteile, doch nur Jesus Christus kann uns das ewige Leben schenken. Jetzt m\u00f6chte ich gerne, dass unser Katechist, der uns vor zehn Jahren die erste Verk\u00fcndigung brachte \u2013 er ist jetzt verheiratet und ist Itinerant in den Vereinigten Staaten \u2013 seine Erfahrung gibt, dann soll auch Cesare, der Verantwortliche der ersten Gemeinschaft, dasselbe tun.<\/p>\n\n<p><i>Dann hat der Katechist Giuseppe Gennarini, der aus der Pfarrei St. Aloisius Gonzaga stammt, gesprochen:<\/i><\/p>\n\n<p>Heiliger Vater, zwei Worte nur. Ich bin gl\u00fccklich \u00fcber diesen Besuch. Ich kam vor neun Jahren hierher, um die Katechese der ersten Gemeinschaft zu halten. Aber die Wege des Herrn sind wirklich unglaublich, denn, denken Sie, bevor ich selbst diesen \u201eWeg\u201c ging \u2013 vor 15 Jahren \u2013, war ich Marxist, ich hatte mich von der Kirche entfernt. Ich studierte Hegel, Marx, hatte eine Doktorarbeit \u00fcber Marx geschrieben und kam gerade hierher nach Tor Sapienza \u2013 hier in der N\u00e4he ist eine Fabrik, die Voxon, mit vielen Arbeitern. Ich kam, um Gewalt zu predigen. Ich kam, um die Leute aufzufordern, gegen die Ungerechtigkeit zu rebellieren und zu k\u00e4mpfen. Ich habe die Barmherzigkeit des Herrn gesehen, die mich aus dieser meiner gro\u00dfen Verwirrung losgekauft hat. Ich hatte viel aufs Spiel gesetzt, und wer wei\u00df, wo ich heute gelandet w\u00e4re. Er lie\u00df mich in meiner Pfarrei St. Aloisius Gonzaga einem \u201eWeg\u201c begegnen; er lie\u00df mich einen \u201eWeg\u201c mit anderen Br\u00fcdern anfangen und lie\u00df mich zur Kirche zur\u00fcckkehren, er lie\u00df mich die Kirche wiederentdecken. Ich verstand nicht, was die Bisch\u00f6fe, der Papst waren, es waren sehr ferne Dinge f\u00fcr mich. Ich hegte auch eine Feindseligkeit der Kirche gegen\u00fcber, denn ich hatte alles M\u00f6gliche im Kopf. Und durch diesen \u201eWeg\u201c hat mich der Herr zur Kirche zur\u00fcckgebracht. Er hat mich dazu gebracht, meinen Pfarrer zu lieben, ihm gegen\u00fcber Dankbarkeit zu empfinden, weil er in meiner Pfarrei diesen \u201eWeg\u201c erm\u00f6glicht hat, der mich aus der schrecklichen Verwirrung, in der ich mich befand, losgekauft hat. Er hat mich dazu gef\u00fchrt, die Kirche, die Bisch\u00f6fe, den Papst zu lieben, die ganze Kirche als meine Mutter zu erfahren, die mich zum Leben f\u00fchrt und mich auch die Liturgie wiederentdecken lie\u00df. Ich durfte die Kirche wirklich als eine Mutter wiederentdecken, die mich mit einem Brot ern\u00e4hrt, das der Leib und das Blut Jesu Christi ist.<\/p>\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"518\" src=\"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Camino_Neocatecumenal_Juan_Pablo_II_visita_parroquia_Inmaculada_Concepcion_1982.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7031\" srcset=\"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Camino_Neocatecumenal_Juan_Pablo_II_visita_parroquia_Inmaculada_Concepcion_1982.jpg 768w, https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Camino_Neocatecumenal_Juan_Pablo_II_visita_parroquia_Inmaculada_Concepcion_1982-300x202.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure><\/div>\n\n<p><em>Daraufhin hat Cesare, Verantwortlicher der ersten neokatechumenalen Gemeinschaft der Pfarrei, das Wort ergriffen:<\/em><\/p>\n\n<p>Heiliger Vater, ich hei\u00dfe Cesare, bin verheiratet und habe drei Kinder. Ich habe viel Angst&#8230; H\u00e4tte auch ich, Vater, vor etwa zehn Jahren nicht diesen Weg gefunden, w\u00fcsste ich nicht, was ich getan h\u00e4tte. Auch ich komme vom Marxismus. Ich war in der extremen Linken, in den Bewegungen an der Universit\u00e4t; studierte Soziologie, weil ich dachte, diese Generation brauche Gerechtigkeit. Ich habe, indem ich diesen \u201eWeg\u201c begann, die wahre Gerechtigkeit entdeckt, die die Vergebung der S\u00fcnden ist. Ich habe in dieser Kirche, die ich immer verurteilt hatte, das Leben entdeckt, und ich sehe, dass der Herr mich zusammen mit diesen Br\u00fcdern entdecken l\u00e4sst, dass dieses Leben nicht nur f\u00fcr mich da ist, sondern daf\u00fcr, dass ich es dieser leidenden Generation verk\u00fcndige. Wir gehen von Haus zu Haus und sehen, dass diese Menschheit keine Hoffnung hat; die einzige Hoffnung kann durch die Verk\u00fcndigung des Evangeliums kommen, sie kann dadurch kommen, dass ein Lebenskeim sichtbar wird. Und wir sehen, wie der Herr uns in dieser Pfarrei segnet, es kommen viele Fernstehende, durch Drogen zerst\u00f6rte Leute, Leute, die gar keine Hoffnung mehr hatten, kaputte Ehen&#8230;<\/p>\n\n<p><p class=\"Quotations\" style=\"margin-left: 0cm; text-indent: 0cm;\"><i><span lang=\"DE\">Dann hat der Papst den Anwesenden Folgendes gesagt:<\/span><\/i><\/p><\/p>\n\n<p>Vielleicht sollte man zuerst ein Wort \u00fcber euren Pfarrer sagen. Ja, ich denke, der Pfarrer, wie jeder Priester, muss immer einer von uns sein, und er ist es. Nicht nur er, aber bei ihm merke ich es, mehr als bei anderen; auch hier ist er, in dieser Umgebung, einer von uns. Dann eine andere Sache: Man meint, von einem Pfarrer zu sagen, er sei verliebt, ist ein Widerspruch in sich. Aber ich sage: Er muss verliebt sein, und es scheint mir, dass er verliebt ist, verliebt in alle Gruppierungen, aber vielleicht mit einem gewissen \u201emehr\u201c in eure Gruppe. Das k\u00f6nnte auch einen gewissen \u201ePartikularismus\u201c schaffen. Aber nein! Ich nehme es wahr, denn es ist ziemlich klar, und mir scheint, dass euer Pfarrer durch eure Gemeinschaft in seine Pfarrei verliebt ist; und die Pfarrei ist mehr als eure Gemeinschaft, aber Jesus hat uns so hingestellt: Er hat zu uns vom Sauerteig gesprochen, die Teigmasse und der Sauerteig, und der Sauerteig ist immer ein Teil, eine kleine Sache, und die Teigmasse ist die Masse, aber wir brauchen den Sauerteig.<\/p>\n\n<p>Also, ich denke, dass euer Pfarrer und seine Mitarbeiter in eurer Gemeinschaft ein wenig diesen Sauerteig gefunden haben. Ich habe das auch in den anderen Gruppen gesehen, aber vielleicht in eurer Gemeinschaft in besonderer Weise. Er hat \u201eden Weg gemacht\u201c, wie man in eurer Sprache sagt. Ihr habt eine eigene Sprache. Ich kenne euch schon ein wenig, ich bin euch in verschiedenen Pfarreien Roms begegnet, auch au\u00dferhalb der Pfarrei, aber vor allem in den Pfarreien bin ich euch begegnet, und mir scheint, dass eure Gemeinschaft hier in diese Pfarrei sehr gut eingebettet ist, sie w\u00e4chst zusammen mit der Pfarrei; vielleicht dank dem Pfarrer und zusammen mit dem Pfarrer. Ihr habt die Schwierigkeiten dieser Pfarrei gesehen \u2013 wie der Pfarrer gesagt hat \u2013 vor zehn oder f\u00fcnfzehn Jahren, was da war und vor allem was nicht da war. Ihr habt all das gesehen und zusammen die apostolischen Verpflichtungen \u00fcbernommen.<\/p>\n\n<p>Das, was wichtig ist \u2013 f\u00fcr eure Gemeinschaften im Allgemeinen und f\u00fcr eure Gemeinschaft hier \u2013, k\u00f6nnte man in zwei Worte zusammenfassen. Ein Wort ist grundlegend, und, wenn man einen aus der neokatechumenalen Gruppe h\u00f6rt, kommt dieses Wort immer wieder vor: Die Entdeckung. Es ist immer etwas Gro\u00dfes \u201eEntdecken\u201c. Wenn man etwas in der Wissenschaft entdeckt, wenn ein neuer Kontinent entdeckt wurde, wie durch Christoph Kolumbus, dann: \u201eEntdeckung\u201c. Aber es ist sicher, es ist gewiss, dass alle Entdeckungen des physischen Bereichs, im Bereich der materiellen Dinge, nicht vergleichbar sind mit den Entdeckungen im geistlichen Bereich. Also, \u201eEntdeckung\u201c ist f\u00fcr euch das grundlegende Wort, das, was euch zusammenbringt, jeden von euch, und dann als Gemeinschaft konstituiert. Die Entdeckung, die ihr in jedem von euch macht, ist die Wirklichkeit der Taufe, denn sie ist tats\u00e4chlich eine strahlende, eine wundervolle Wirklichkeit, auch wenn man sie im theologischen Sinn nimmt. Wenn man den Worten des heiligen Paulus folgt, seinen Briefen, ist sie eine wundervolle Wirklichkeit. Noch wunderbarer, noch wundervoller ist die Entdeckung der eigenen Taufe: Wenn sie auf der existentiellen Ebene erfasst wird, als eine Weise des Seins: nicht die Taufe im allgemeinen als Sakrament der Kirche, dies schon, aber eben meine Taufe, meine Wirklichkeit, die Gabe, die der himmlische Vater in Jesus Christus meiner Person gegeben hat, Quelle des neuen, des g\u00f6ttlichen Lebens in mir, und dann viele andere Sachen. Man sollte lange reden, die Texte des heiligen Paulus Wort f\u00fcr Wort nehmen, und sie auf die existentielle Wirklichkeit beziehen.<\/p>\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"268\" src=\"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Camino_Neocatecumenal_Juan_Pablo_II_visita_parroquia_Inmaculada_Concepcion_19822.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7034\" srcset=\"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Camino_Neocatecumenal_Juan_Pablo_II_visita_parroquia_Inmaculada_Concepcion_19822.jpg 400w, https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Camino_Neocatecumenal_Juan_Pablo_II_visita_parroquia_Inmaculada_Concepcion_19822-300x201.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/figure><\/div>\n\n<p>Die Entdeckung, also: Diese Entdeckung ist umso tiefer, je mehr sie als Bejahung vom Gegensatz, d.h. von der Verneinung her, kommt. Man kann so sagen, die vorausgehende Verneinung wirkt auf die darauffolgende Bejahung. Die Bejahung ist danach st\u00e4rker, tiefer. Man kann so sagen, dass wir dann hier \u2013 wir sprechen mit ehemaligen Marxisten \u2013 ein wenig Dialektik finden, ein wenig Hegelianismus, n\u00e4mlich: Das Ja und das Nein, das Nein und das Ja, aber hier wird es transzendiert, man geht von einem Nein zu einem Ja, und dieses Ja wird viel dynamischer.<\/p>\n\n<p>Wir besitzen ein gl\u00e4nzendes Beispiel, ein Beispiel, sagen wir erster Klasse: Es ist Paulus, der Christus entdeckt hat, der, so k\u00f6nnten wir sagen, seine Taufe entdeckt hat. Er hat Ihn nach der Zeit entdeckt, in der er Verfolger war, ein Anti-Christus, k\u00f6nnten wir sagen. Wenn nicht ein Anti-Christus, dann ein Anti-Christ, obwohl Jesus zu Paulus sagt: \u201eWarum verfolgst du mich?\u201c, nicht \u201emeine Br\u00fcder\u201c bzw. \u201emeine J\u00fcnger\u201c, sondern \u201emich\u201c. Nun, das erste, die Entdeckung ist ein Geschenk Gottes, sie ist eine Gnade, man kann es nicht anders erkl\u00e4ren. Indem man dann seinen eigenen Glauben entdeckt, sein Christentum, sein \u201eChristsein\u201c, an diesem Ausgangspunkt f\u00e4ngt man an, alle anderen Elemente zu sehen: Es entsteht ein neues Leben, eine neue Lebenssicht; alle Elemente des Lebens stellen sich anders dar. Es ist eine neue Welt, weil es so ist: Wir haben heute in der Liturgie die Verkl\u00e4rung betrachtet: eine neue Welt, eine neue Welt. Also, ich m\u00f6chte nicht&#8230; ich muss eher kurz sein&#8230; also Schluss mit dieser \u201eEntdeckung\u201c.<\/p>\n\n<p>Es gibt noch ein anderes Wort, das sich immer h\u00e4ufiger in den Kontakten mit den neokatechumenalen Gruppen wiederholt. Es ist das Wort \u201eItinerant\u201c. Iter bedeutet, wie ihr wisst, \u201eWeg\u201c. Aber hier ist es ein apostolischer Weg. Itineranten bezeichnet jene, die sich auf einen Weg machen, die ein Weg beginnen, um ihre Entdeckung weiterzutragen.<br\/><br\/>Dann sind wir wieder auf den Spuren der Apostel, der Christen, aller Christen aller Generationen. Das Christentum, das Evangelium ist kein abstraktes System, das abstrakt, deduktiv vermittelt werden kann \u2013 Nein, keineswegs. Es ist ein existentielles System: Man muss ein \u00fcberzeugter Christ sein. Ein Christ, der den Wert seines Christseins, seines Glaubens, seiner g\u00f6ttlichen Sohnschaft, seiner \u00c4hnlichkeit mit Christus entdeckt hat, der letztlich die Wirklichkeit Christi in sich selbst entdeckt hat, hat seine Taufe entdeckt. Nun, ein solcher Mensch ist dann f\u00e4hig, es weiterzutragen; nicht nur f\u00e4hig, sondern gedr\u00e4ngt. Er ist dazu gedr\u00e4ngt. Er kann nicht schweigen, er muss sich auf den Weg machen. Er muss gehen. Es ist eine Bewegung, k\u00f6nnen wir sagen, eine nat\u00fcrliche Bewegung: Ein Triebwerk, das im Innern steckt, und die Bewegung folgt diesem Triebwerk. Genug: Es w\u00e4re zu lang. Ich w\u00fcnsche euch, dass ihr so weitermacht in dieser Pfarrei, gut eingebettet, gut eingebettet ins Pfarreileben, Sauerteig zu bleiben. Denn wenn es um eure Einbettung hier in der Pfarrei geht, scheint mir dieses Wort das Wichtigste zu sein: Sauerteig zu bleiben. Die Masse ist gro\u00df, 20.000 Pfarrmitglieder, ich glaube, fast alle getauft, und also viele Taufen, viele Taufen zu entdecken. Also, bleibt Sauerteig, macht weiter als Sauerteig. Schluss: Segen und dann nach Hause. Singt noch ein Lied: Singen bedeutet f\u00fcr euch beten. Wir k\u00f6nnen einmal das Vater Unser, das auch der Papst kennt, zusammen singen.<\/p>\n\n<p><i>(*) Vgl. \u201eL\u2019Osservatore Romano\u201c, 8.- 9. M\u00e4rz 1982, mit Erg\u00e4nzungen aus der Tonbandaufnahme (eigene \u00dcbersetzung aus dem Italienischen).<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BESUCH DER PFARREI DER UNBEFLECKTEN EMPF\u00c4NGNIS IN CERVELLETTA (TOR SAPIENZA) AM 07.03.1982 Hl. Johannes Paul II. Rom, 7. M\u00e4rz 1982 * Die Begegnung mit den neokatechumenalen Gemeinschaften \u2013 die letzte dieses Papstbesuches \u2013 wurde mit den Worten des Pfarrers Don Riccardo eingeleitet: Heiliger Vater, Sie sehen hier ein Wunder, das der Herr in unserer Pfarrei getan hat. Gestern beim gemeinsamen Mittagessen habe ich Ihnen, Eure Heiligkeit, davon erz\u00e4hlt; Sie kennen<\/p>\n<div class=\"read-more\"><a class=\"btn read-more-btn\" href=\"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/de\/worte-der-paepste\/hl-johannes-paul-ii\/besuch-der-pfarrei-der-unbefleckten-empfaengnis-in-cervelletta-tor-sapienza-am-07-03-1982\/\">Mehr lesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":10123,"menu_order":14,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-14737","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/14737","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14737"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/14737\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24051,"href":"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/14737\/revisions\/24051"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/10123"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neocatechumenaleiter.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14737"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}